Abends habe Hans Leu an einem Buch, das er herausgeben wollte, geschrieben. Einige Leute, die in seinem Haushalt wohnen, suchten nach diesem Manuscript. Ich habe auch gesucht, aber bloss den leeren Ordner mit dem Titel Manuscript gefunden. Hat er vielleicht dieses Manuskript bereits in eine Buchdruckerei gegeben?
Wir suchen weiter; denn dieses Buch könnte eventuell einen philosophischen Bestseller werden.
Sonntag, 12. August 2018
Donnerstag, 9. August 2018
Der Mensch wird zu Sternenstaub

Nach langem Hin und Her ewigem Verhandeln während 2 Wochen ist es heute endlich gelungen, dass Hans Leu offiziell kremiert werden darf. Die Asche kann nicht in sein Wohnhaus nach Otjiwarongo gebracht werden, da die Menschen dort Angst vor dem Ewigen oder vor den ungewissen Geistern haben. So wird sie zu mir gebracht, und sein Neffe Beat Leu wird die Urne abholen kommen, um sie in die Schweiz zu bringen, wo am 25. August die Beerdigung in der Pfarrkirche in Altdorf stattfinden wird.
Und hier spielen die APC Musikanten die berühmte Melodie im Kanon:" Himmel und Erde werden vergeh'n; aber die Musici, aber die Musici wird ewig besteh'n!"
Es ist nicht unbekannt, dass Hans Leu stets an einem Buch gearbeitet hat mit dem ungefähren Inhalt:"Der Mensch wird vergehen und als Sternenstaub weiterleben..... Ich suchte mit 2 andern Frauen dieses Manuscript in seinem Office, fanden es aber nicht. Vielleicht kommt es beim Aufräumen plötzlich hervor, und es könnte ein Bestseller werden , so wie seine Predigten an Sonntagen. Das wurde mir zu Ohren getragen.
Montag, 6. August 2018
Die interessanten Füsse von Hans Leu
Vor einigen Jahren hatte Hans Leu einen schrecklichen Autounfall:
Er fuhr mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit auf der linken Fahrbahn (Namibia hat Linksverkehr), ein schneller Lastwagen kam ihm auf der rechten Seite entgegen, hinter dem ebenfalls schnelle Autos folgten. Plötzlich scherte ein Bakkie (kleiner Lastwagen mit Auflader, auf dem einige Leute standen) aus der entgegenkommenden Kolonne aus und schoss frontal mit Hans Leu zusammen. Alle Mitfahrer schleuderte es in die Höhe und waren auf der Stelle tot. Der Wagen von Hans Leu kippte auf die Seite, dann kroch er aus dem Seitenfenster und sprang auf die Strasse herunter, in eine Lache von Petrol. Da merkte er, dass die Füsse ihn nicht mehr tragen konnten, beide gebrochen. Ihm wurden die Gelenke im Spital mit Schrauben wieder gehbar gemacht.
Und diese Füsse geben heute nach dem Tod Probleme; denn Hans darf nicht kremiert werden, bevor diese Metallteile heraus operiert sind. Dazu braucht es wieder viele Formulare, die von der Polizei beglaubigt werden müssen. So liegt die Leiche immer noch im Kühlhaus und wartet auf die Erlaubnis für die Fussoperation.

Als ich kürzlich dieser Giraffe begegnete, kam sie mir wie Hans Leu vor, so von oben herunterschauend:"Wie sind doch diese Menschen da unten so kompliziert."
Er fuhr mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit auf der linken Fahrbahn (Namibia hat Linksverkehr), ein schneller Lastwagen kam ihm auf der rechten Seite entgegen, hinter dem ebenfalls schnelle Autos folgten. Plötzlich scherte ein Bakkie (kleiner Lastwagen mit Auflader, auf dem einige Leute standen) aus der entgegenkommenden Kolonne aus und schoss frontal mit Hans Leu zusammen. Alle Mitfahrer schleuderte es in die Höhe und waren auf der Stelle tot. Der Wagen von Hans Leu kippte auf die Seite, dann kroch er aus dem Seitenfenster und sprang auf die Strasse herunter, in eine Lache von Petrol. Da merkte er, dass die Füsse ihn nicht mehr tragen konnten, beide gebrochen. Ihm wurden die Gelenke im Spital mit Schrauben wieder gehbar gemacht.


Als ich kürzlich dieser Giraffe begegnete, kam sie mir wie Hans Leu vor, so von oben herunterschauend:"Wie sind doch diese Menschen da unten so kompliziert."
Sonntag, 5. August 2018
das APC muss weitergehen

Das APC darf nach dem Tod von Hans Leu nicht untergehen.
Ich fuhr heute mit einer Musik Gruppe zum Wellblechhütten Viertel, um den Kindern vorzuspielen und zu sagen, dass es besser sei, ins APC zu kommen, als in den Strassen herumzuhängen.
Hier auf dem Weg durch Abfallhaufen ins Blechviertel.


Diesmal gings mit klassischer Musik, nicht wie an andern Vorführungen mit Tanz, Trommeln und Marimben.
Trotzdem die Musik nicht lärmig war, hörten die Kinder gespannt zu.
In der Mitte spielt die Volontärin Stecher, die grosse Bratschistin aus Wien mit.

Wir befestigten ein langes Spruchband an den Hag: Better to come to APC than hanging in the streets.
Vorbeiziehende Eltern waren dankbar dafür
Donnerstag, 2. August 2018
Die Gier nach Macht und Geld macht die eigene Institution kaputt
Ich glaube, dass alle verstehen, was ich im obigen Titel meine.
Bitte lest zwischen den Zeilen:
Die kath. Kirchentüren werden verschlossen
vernünftige Kremationsanweiung
Hinterlassenschaften angezweifelt
Bankkonten verstecken
Heuchelei
Lächerliche Bürokratie
Späte Nachtarbeit
Bitte lest zwischen den Zeilen:
Die kath. Kirchentüren werden verschlossen
vernünftige Kremationsanweiung
Hinterlassenschaften angezweifelt
Bankkonten verstecken
Heuchelei
Lächerliche Bürokratie
Späte Nachtarbeit
Mittwoch, 1. August 2018
Abschied

Am frühen Morgen des 2. Augustes hiess es Abschied nehmen von den beiden Künstlerinnen Bea Maritz aus der Schweiz und Cecilia Falk aus Wien.
Die letzten Sterne vergehen und die Morgenröte kündigt den erwartungsvollen Tag an: Was wird sich heute wieder alles ergeben?
Der Intercape steht endlich nach einer Stunde Verspätung bereit, die Menschen , aus Zimbabwe und den Viktoriafällen kommend , in die Hauptstadt und dem Flughafen zu bringen, von wo die beiden Frauen nach Europa fliegen werden.
Schade, dass sie schon nach einem Monat wieder gehen müssen. Ihre Malmethode nach Arno Stern hatte den Kindern so gut getan , und das Geschichtenbuch, das Bea im Pudelundpinscher Verlag (CH) in Englisch und Deutsch herausgeben wird, kann man bald einmal in der CH bestellen. Es sind interessante Geschichten, welche Kinder und Jugendlich aus Afrika geschrieben haben.
Gedenkfeier im APC

Ein Mann mit grossem positiven Enfluss auf die Bevölkerung darf nicht in der kath. Kirche beerdigt werden, weil er im Testament eine Kremation wünschte. Eigentlich tragisch und lächerlich, wo doch immer mehr Menschen keine Erdbestattung mehr wünschen, vor allem aus Umweltgründen.
Aber was soll das! Solches Zeug ist nicht wichtig.
Wir zelebrierten den Abschied einfach im APC.
Wichtiger ist, dass seine Worte nachhaltig sind. Auf der oberen linken Ecke des Bildes ist eine Uhr angebracht , was einer unserer Lehrer vorne (quasi im Altarraum) zu interpretieren wagte: Wenn jemand sagt, dass ein Meeting o.ä. um 10°° beginnt, beginnt es um 10°° und nicht 20 Minuten später. So habe er H. Leu erfahren als einer, der sich an alle Abmachungen hielt; man konnte auf ihn zählen, er hatte uns Lehrern vorgelebt, was Vertrauen ist.

Und dann spielte das ganze APC Orchester, von den 6 Jährigen bis zu den Erwachsenen das internationale Friedenslied "Dona Nobis Pacem", das die Vollontärin Gertrud Stecher aus Wien eingeübt hatte. Und anschliessend vom Mozart das Lacrimosa, das bei manchen Teilnehmern Tränen auslöste. Das war am 31. Juli , also gestern.
Heute fuhr eine Gruppe von Geigern und Cellisten vom APC nach Otjiwarongo (200 km von Tsumeb entfernt) zur kath. Kirche, der Hans Leu während der letzten 18 Jahren vorstand. Eine Dame aus Otjiwarongo telefonierte mir heute morgen, ob das APC aus Tsumeb die musikalische Umrahmung der Bestattungsfeier in dieser Kirche machen würde. Wir sagten zu.
Als die jungen Musiker in Otjiwarongo bei der Kirche ankamen, hiess es, dass sie hier nichts zu suchen hätten; denn die Kirche erlaube für Kremierte keinen Gottesdienst.Etwas geschockt fuhren die Jungen ins Wohnhaus des Verstorbenen. Da trafen sie viele Frauen und Nonnen an, die Totenwache hielten.
Hier spielten die Jungen einige Lieder; die Anwesenden erfreuten sich und machten die ganze Zeit mit ihren Handy Filme von ihnen,
Anschliessend wurden sie wieder ausgeladen und fuhren nachts zurück nach Tsumeb, etwas enttäuscht über so einen Kirchenbefehl, aber zufrieden; denn die Zuschauer gaben ihnen Vertrauen in ihr Können. Das ist eigentlich für mich viel wichtiger als so einen alten Staub.
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