Samstag, 28. Februar 2026

positive Vearänderungen kommen von unten

 Am Donnerstag abend veranstalteten die Gemeinderäte und andere politischen Leiter  einen Vortragsabend für die Gemeindemitglieder in Tsumeb.  Viele Leute erschienen, vor allem viele Jugendliche.

Kaum hatte der Chef der Stromversorgung zu reden begonnen, riefen die Eingeladenen: "STOP, Du Betrüger, heuchle nicht weiter!" 

Kaum hatte der Gemeindepräsident das Mikrophone in die Hände genommen, schrien die Leute und zeigten  auf ihn: "Stop mit Deinen Lügen und falschen Versprechungen." Das Volk wurde lauter und lauter und nannte einige direkt beim Namen!" Der Tenor der Anschuldigungen war der Vorwurf der Korruption ,die Unfähigkeit der Leiter und die leeren Versprechungen wie Wasser, Strom für alle und  Strassenlaternen für die nächtliche Sicherheit etc..

Die Leute verliessen den Saal mit den Worten:" We are tired to hear your lies and empty promises!" ( Wir sind müde , Eure Lügen und leeren Versprechung anzuhören .)


Ich erinnere mich, wie ich einen Brief genau vor 20 Jahren an den Stadtrat  mit der Seitenbemerkung schrieb, mehr für die Armen zu tun bevor es zu spät ist. Da wurde ich aber zum Gemeindegericht vorgeladen

Samstag, 14. Februar 2026

Lange keine Nachricht mehr wegen

 des unmöglichen Troubles, das in den 2 letzten Wochen geschehen war:

Von Kriminellen wurden alle Leitungen und Kabel der Bühne abgehackt, 16 spezielle Licht und Mikrophon-Kabel, ebenfalls Kupferleitungen für die auf den Dächern angebrachten Sprinkler, welche im Notfall von Feuerausbruch das Wasser auf die Grasdächer leitet, wurden abgeschnitten.

Das ist nun heikel; denn es ist Regenzeit und täglich leuchten Blitze, wenn die einmal ein Strohdach streifen, bin ich hilflos.

Ich musste auf verschiedenen Polizeistellen den Kriminalfall eröffnen; denn solche Rapporte sind für die Versicherung nötig, sowie die Kostenveranschläge von verschiedensten Firmen. 

Daneben kamen einige Labour-Fälle, die alle noch nicht erledigt sind

Afrika schneidet sich ins eigene Fleisch.  Warum ist dem so?

Versklavung, Kolonialismus, Ausbeutung durch unfaire Methoden, Abhängigkeit und aufgezwungene Bildungssysteme, welche fern des afrikanischen Denkens und Fühlens aufgezwungen wurden sind gewiss starke Gründe der heutigen Kriminalität. Dazu kommt die Landflucht, wie z.B, die halbe Bevölkerung Namibias lebt in Windhoek, wo die Arbeitsplätze sehr beschränkt sind.


Dienstag, 27. Januar 2026

Bereits kleine Erfolge

 Nachdem wir in den meisten Schulen durch eine kurze, aber prägnante Performance mit Geige, Cello, Harfe, Bassgeige und Tanz und einer kurzen Erklärung, warum Musikerziehung heute Nummer 1 im Aufbau für eine bessere Welt ist, gegeben haben, kommen tatsächlich mehr Jugendliche und melden sich im APC Büro für Musiklektionen an.

Es sind einige darunter, die nur sehr leise sprechen, beinahe lispeln, weil sie sich ihrer Armut schämen. Ich sehe das an ihrer Bekleidung und ausgelatschte Platic-Schlappen und an der Frage: Ob sie die 100.-N$ auch an Ostern bezahlen können ( CHF 5.- ).


Montag, 19. Januar 2026

APC versucht den zerstörerischen Geist in Tsumeb auszutreiben

Wir beginnen mit den Kindern unser Vorhaben: Harmonische Musik macht zufrieden, beruhigt und redet in einer Sprachen, die alle verstehen. Diese Masse von Primarschülern hörten heute morgen um 07 Uhr sehr konzentriert und ruhig dieser klassischen Musik zu.
 
Schöne und harmonische Stimmung kam auf, und die Schulvorsteherin erklärte den Kindern, dass Schulbildung wichtig sei, aber noch lange nicht das Ende; es gäbe etwas, was die Menschheit viel stärker für die Liebe und den Frieden mache, nämlich diese Musik. So etwas hatte ich noch nie von einer Schulvorsteherin gehört. Sie selber spielt Trompete und hat sich im APC wieder eingeschrieben

Samstag, 17. Januar 2026

Sehr lukrativer Diebstahl

 Kupfer, das lukrative Diebesgut de Kriminellen, um schnell an Geld zu kommen,nimmt ständig zu.

Gestern Abend , bevor wir das APC schlossen, rannten Grace und Michael,  welche mit den Kindern die Ludothek führten, zu mir und meldeten mit Entsetzen, was sie eben entdeckt hatten: Die ganze Bühne ohne jegliche Kabel zu den Lampen, Schaltern und zu allen elektrischen Geräten! 

Ich holte die Polizei, welche mit dem Investigator die Aufnahmen aller vermissten Kabel und Kupferleitungen niederschrieben. Alle Lehrer fluchten über diese verdammten Kriminellen, denn ohne Bühnenlicht und ohne Mikrophon sind keine Konzerte mehr denkbar.

An den Schnittstellen der abgeschnittenen Kabeln konnte die Polizei feststellen, dass die Tat erst heute begangen ein musste. Doch von 8 Uhr morgens bis abends 18 Uhr waren viele Kinder und Jugendlichen beim musizieren, tanzen und spielen. Das hätte doch sicher jemand gesehen, speziell das Absägen der Kupferleitungen, welche das Wasser zu den Notfall-Sprinklern bei einem Feuerausbruch auf die Grasdächern führt, hätte nicht ungesehen passieren können. 

Also wann?

Der Nachtwächter verlässt das APC um 7 Uhr in der Früh.

Die Untersuchungen laufen. Die Schrot-Händler wurden von der Polizei gewarnt, Kupfer von Kriminellen abzukaufen.

Angemalte Kupferrohre können nicht verkauft werden. So verbrachte ich heute mit 2 Jungen, alle sichtbaren Kupferleitungen um mein Haus anzumalen.

Montag, 12. Januar 2026

Resultat des an Weihnachten erteilten Workshop für Strassenkinder

 Heute hat der erste Schultag begonnen.

Einige Lehrer , die Sekretärin und ich sassen im APC Office und unterhielten uns über das jährliche Chaos der vielen Namensschilder der Kinder und Jugendlichen.

Da kam unerwartet ein strahlender Junge in neuen Schuhen, blauer Faltenhose und einem blendend weissen Hemd zur Tür herein. Laut sagte er DANKE für den Workshop über Weihnachten. Der strahlende Junge kam auf mich zu und umarmte mich. Konrad Bader, der hier aushalf und sich auch als Tourist betätigte, bezahlte ihm die Uniform, und so kann er nun eine Schule besuchen. Er entschied sich, auch Musik zu lernen. Morgen werde er wieder kommen. Dieser Edward sang seinen Namen, winkte fröhlich und ging. Hätte er nicht seinen Namen gesungen, hätte ich ihn kaum mehr erkannt. Er trug im Workshop T-shirt und Hose mit mehr Löchern als Stoff. Ich weiss, dass aus ihm etwas wird!

Anschliessend erschienen 3 Mädchen, ebenfalls vom Workshop, um sich für Musiklektionen anzumelden. Sie hatten noch andere Mädchen mitgebracht, die sich ebenfalls anmelden wollten. Wunderbar! Ich sass eine Weile mit ihnen zusammen, um sie etwas näher kennen zu lernen. Sie wohnen in Blechhütten, und eine Tante kocht für sie . Sie müssen sozialisiert werden. Ich erklärte, dass ich ihnen morgen ein Geschenk mitbringen werde. Sie hüpften vor Freude auf. 

UND ICH MÖCHTE EUCH ALLEN GANZ HERZLICH DANKEN, DIE MIR FINANZIELL GEHOLFEN HABEN, SO EINEN WORKSHOP FÜR STRASSENKINDER DURCHFÜHREN ZU KÖNNEN,