sassen heute nachmittag 7 Jugendliche im Marimba Raum und konnten vor Müdigkeit weder spielen noch reden.
Gestern Nacht spielten sie in der Mokuti Lodge von 19°° bis 22°° ununterbrochen für die begeisterten Touristen. Anschliessend durften sie am Buffet teilnehmen , (oder sich einmal von guten Dingen vollstopfen.) Um Mitternacht in Tsumeb angekommen, wollten sie nach Hause gefahren werden; denn vor lauter vollen Bäuchen konnten sie kaum laufen.
Da gibt es eine Geschichte von einer nördlichen Gegend Namibias, welche Folgendes erzählt:
Eine hübsche Tochter wird von verschiedenen Männern umworben. Die Tochter fragt die Mutter um Rat, welcher dieser Männer sich am besten für einen Bräutigam eignen würde. Die Mutter rät ihm, jedem einzelnen einmal heimlich nach zu schleichen, um fest zu stellen, wie gross sein Scheisshaufen sei. Je grösser dieser sich auftürme, desto besser; denn es zeige, dass der Mann aus einem reichen Hause stamme.
Sonntag, 15. April 2018
Wir können von Afrika lernen

Wenn ich am Nachmittag müde und überhitzt ins APC laufe, denke ich manchmal, wie es schön wäre, einfach zu Hause zu bleiben, um schlafen zu können.
Aber kaum bin ich am Eingangstor angelangt, rennen mir fröhliche Kinder entgegen und grüssen mich freudig, auch wenn manche von ihnen seit gestern Abend noch nichts gegessen haben. Diese Fröhlichkeit ist ansteckend.

Dieser genügsame uns stolze Blick nach einem Kompliment des Gitarren Lehrers, Vor der Gitarrenstunde fragte mich das Mädchen um etwas Brot; und jetzt, wo es so genügsam dreinschaut, wollte ich ihm ein Stück Brot geben. Aber es sagte, dass es zuerst tanzen möchte. Nachher gerne Brot!
Es ist diese Fröhlichkeit und Genügsamkeit der Kinder und Jugendlichen, was die Volontärinnen und Volontäre aus Europa so zufrieden macht, wenn sie hier sind und auf jeglichen Luxus verzichten müssen.
Was Du sagst, das bist Du selbst
Als Kinder hatten wir manchmal Streit.Wenn dann ein böses Urteil über jemanden ausgerufen wurde, so schrie der Betroffene oder riefen die Beteiligten zurück:"Was Du sagst, das bist Du selbst!" und somit endete der Streit oft ziemlich schnell; denn der Verurteilende begann sich zu schämen.
Wenn Trump öffentlich in der ganzen Welt behauptet, dass die afrikanischen Staaten Arschlöcher seien, dann weiss jeder nach dem Sprichwort der oben genannten Kinder, was dieser Trump eigentlich ist.
Schämt er sich eigentlich nicht? Und alle , die ihm folgen, auch nicht?
Wenn Trump öffentlich in der ganzen Welt behauptet, dass die afrikanischen Staaten Arschlöcher seien, dann weiss jeder nach dem Sprichwort der oben genannten Kinder, was dieser Trump eigentlich ist.
Schämt er sich eigentlich nicht? Und alle , die ihm folgen, auch nicht?
Freitag, 13. April 2018
Performance im tiefen Busch


Heute gaben unsere Marimba Spieler eine 2 1/2 stündige Performance in der ungewöhnlich grünen Etoscha Pfanne. Links gegenüber der Spieler sassen betuchte Touristen an elegant bedeckten Tischen zum Mittagessen. Einige Kellner trugen Schusswaffen, um eventuelle Reisspfoten fern zu halten. Auch die Marimba Spieler waren etwas unruhig und schickten jeweils einen der Musikanten etwas abseits, um Löwen, Hyänen oder Leoparden zu sichten. Um eine besseres Bild für die Touristen zu geben, musste ich meinen Bus etwas im Busch verstecken. Auch dieser Busch zeigte sich im tiefsten Grün. So habe ich die Etoscha noch nie gesehen. Ich wartete Zeitung lesend im Auto; wagte kein Fenster aufzumachen; denn die Blackmambas schnellen durch jede Öffnung. Und eben las ich in derselben Zeitung, dass gestern ein Tourist von einem durch das offene Autofenster skalpiert wurde. Er wollte die romantische Atmosphäre, indem er im Auto übernachtete, doch in Afrika geht das nicht einfach; denn die Gefahr der blutrünstigen Vier-oder dann auch der geldgierigen Zweibeiner ist zu gross.
Am Schluss der Performance durften wir uns auch an den Tisch setzen und uns mit den feinsten Delikatessen ernähren. Einige kannten kein Mass und stopften sich so voll, dass sie sich kaum mehr zum Wagen bewegen konnten. Während der ganzen Heimfahrt schnarchten sie tief, und ich kämpfte mich mit Wachhalten am Steuer in der schwülen Hitze durch. Trotzdem allem war es ein eindrucksvolles Erlebnis
Donnerstag, 12. April 2018
In einem Paradies lernt man besser

Ein Junge übt schon seit über mehr als einer Stunde draussen vor dem Trompetenhaus. Es tönt etwas zu laut für die gegenüberliegenden Violinhütte, und der Geigenlehrer beschwert sich:" Dieser Bengel könne doch in die Trompetenhütte üben gehen." Doch der Junge wehrt sich heftig,; denn 1. sei das Haus, in welchem er übe , fad und leer, Er könne viel besser im schönen Garten üben. Dieser Junge kommt aus einer Blechhütte, die von Bierbuden und Kriminellen umgeben ist.
Zum Glück kommt er täglich hierher, wo er sich wohl fühlt und dabei noch viel lernen kann.
So ähnlich ergeht es vielen unsern Kindern und Jugendlichen.
Sonntag, 8. April 2018
Konzert der APC Spieler , sehr speziell

Die Frau links im schwarzen Dress ist die first Lady, d.h. hier die Frau des Staatspräsidenten, eine einfache Frau, die sich für die Jugend einsetzt, und die unsere jungen Spieler als Vorbild für all jene Jugendlichen darstellt, die anstelle von Herumhängen etwas Kreatives tun sollten.
Aber immer meine gleiche Frage: Wann hat das Ministerium Geld , um das APC zu unterstützen.?
Das Konzert in Windhoek ein Hit

Am 05. April gab das APC in der berühmten Christus Kirche, welche direkt neben dem Regierungsgebäude steht, einKoncert mit 2 Harfen, 2 Celli, einer Traversflöte und einer Geige ein eindrückliches Konzert. Die leider etwas wenigen Zuschauer waren sehr beeindruckt und wollten etwas über das APC hören. Das tat ich dann.
Anschliessend baten mich Zuschauer, im Blechhüttenviertel ebenfalls ein APC aufzutun. Das Geld und den Boden hätten sie bereits.
Wir werden sehen, was die Zukunft vermag.
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