Freitag, 13. Februar 2015
Wieder derselbe Ochse
Da steht er so stolz in der Mitte und schaut erhaben über die weissen Kühe herab, die von ihm etwas verlangen; denn schliesslich ist er der Vater und muss für ihre Existenz aufkommen. Erfreulicherweise tut er das. Jedem Kind gewährt er die Ausbildung, die es verlangt. Er kann es sich leisten mit so vielen Farmen. Die andern schwarzen Kühe haben endlich erreicht, was sie wollten. Sie tanzen hinter seinem ........ Danke, Vater....
Donnerstag, 12. Februar 2015
der wüste Ochse und seine eleganten Kühe
Der wüste Ochse in der Mitte ist mein Vater, der so viele Frauen geheiratet hatte, dass all die Nachkommen die Zahl 250 erreichten. Ist dieser Mann nicht wahnsinnig, fragte ich den Zeichnungslehrer, der mir heute sein selbstgemaltes Bild zeigte. Das ist er, meinte er gelassen.
Da ist mein Vater in einer andern Darstellung. Im Körper dieses Ochsen sind all seine Frauen aufbewahrt.
Da ist mein Vater in einer andern Darstellung. Im Körper dieses Ochsen sind all seine Frauen aufbewahrt.
Mittwoch, 11. Februar 2015
So gehört Basel nicht zur Schweiz
Diese Woche hörte ich im Radio mangels Zeitung am Morgen um 06°° die internationalen Nachrichten .
Sie begannen mit einem Disput um die nicht mehr humane Schweiz. Da hörte ich aber ganz gespannt hin und vergass dabei den Morgen Kaffee zu trinken. Einem Mann gab man die Stimme: " In Syrien wuchs ich auf, glücklich und ohne Angst. Kaum war ich 18, begann der Krieg. Ich wurde gefoltert. Ich begann von einem schönen Land zu träumen, wo jeder Mensch in seiner Würde respektiert wird. Nach langem gelang mir die Flucht.
Einige sagten mir, dass die Schweiz nicht mehr das sei, wofür sie früher bekannt war, nämlich ein ganz friedlicher Staat zu sein, in dem alle Menschen respektiert werden.
Heute sitze ich in Basel, einer Stadt, die zum sogenannten gelobten Land Schweiz gehört. Ich sitze im Flüchtlingsheim. Ich möchte gerne arbeiten, darf es aber nicht, auch wenn ich gratis arbeiten würde. Es geht vielen Flüchtlingen hier nicht gut, Gerne möchte ich unter die Menschen auf die Strasse gehen, mich mit ihnen unterhalten, kann es aber nicht, weil ich diese Sprache nicht reden kann. Als ich es eines Tages wagte, jemanden zu fragen, wo man hier einem Sprachkurs beiwohnen könnte, wurde mir klar gemacht, dass es sinnlos sei, denn ich müsse bald wieder aus diesem Land gehen.
Wir 130 Flüchtlinge müssen 4 Toiletten teilen. Während er weiter erzählte , wunderte ich mich, warum
die Schweiz menschlich so heruntergekommen ist.
Ich kenne die Schweiz nicht von dieser Seite, aber vielleicht ist nur Basel so dreckig.
.
Sie begannen mit einem Disput um die nicht mehr humane Schweiz. Da hörte ich aber ganz gespannt hin und vergass dabei den Morgen Kaffee zu trinken. Einem Mann gab man die Stimme: " In Syrien wuchs ich auf, glücklich und ohne Angst. Kaum war ich 18, begann der Krieg. Ich wurde gefoltert. Ich begann von einem schönen Land zu träumen, wo jeder Mensch in seiner Würde respektiert wird. Nach langem gelang mir die Flucht.
Einige sagten mir, dass die Schweiz nicht mehr das sei, wofür sie früher bekannt war, nämlich ein ganz friedlicher Staat zu sein, in dem alle Menschen respektiert werden.
Heute sitze ich in Basel, einer Stadt, die zum sogenannten gelobten Land Schweiz gehört. Ich sitze im Flüchtlingsheim. Ich möchte gerne arbeiten, darf es aber nicht, auch wenn ich gratis arbeiten würde. Es geht vielen Flüchtlingen hier nicht gut, Gerne möchte ich unter die Menschen auf die Strasse gehen, mich mit ihnen unterhalten, kann es aber nicht, weil ich diese Sprache nicht reden kann. Als ich es eines Tages wagte, jemanden zu fragen, wo man hier einem Sprachkurs beiwohnen könnte, wurde mir klar gemacht, dass es sinnlos sei, denn ich müsse bald wieder aus diesem Land gehen.
Wir 130 Flüchtlinge müssen 4 Toiletten teilen. Während er weiter erzählte , wunderte ich mich, warum
die Schweiz menschlich so heruntergekommen ist.
Ich kenne die Schweiz nicht von dieser Seite, aber vielleicht ist nur Basel so dreckig.
.
Sonntag, 8. Februar 2015
Der APC Chor ist endlich entstanden
Die Lehrerin Rauna der musikalischen Früherziehung für 4 bis 6 Jährige wird immer mehr zum Erfolg. Schon nach 3 Wochen Schulbeginn hat sie mit den kleinen 2 Lieder mit Xylophonen und Klangstäbe bühnenreif eingeübt. Und das Schönste an der ganzen Sache: Die Eltern beginnen zu begreifen, wie wichtig so eine musikalische Erziehung ist. Die meisten Kinder brachten ihre Eltern zum Konzert mit.
Und auch noch diese Überraschung: Die APC Sekretärin hat einen APC Chor vor 2 Wochen gegründet. Diese Gruppe wurde von den Zuschauern herausgeklatscht, und sie musste also noch ein Lied singen.
Dieser Chor weinte singend, voller Inbrunst und Hingabe, als ob es nichts mehr Besseres auf dieser Welt gäbe.
Wir Zuschauer bekamen Hühnerhaut beim Zuhören.
Es waren doch nur etwa 10 Sängerinnen und Sänger, doch beim Zuhören tönte es nach 100 Stimmen.
Der 2. Teil des Konzertes begann mit dem Blasorchester, das noch viel üben muss, um wirklich präsentabel zu werden.
Mittwoch, 4. Februar 2015
Der schwarze Mann wird farbenfroh
Gestern sagte ich dem neuen Zeichnungslehrer, der nun schon 2 Wochen im APC unterrichtete und stets in eleganter schwarzer Kleidung trotz grösster Hitze erschien, dass er vom 1. Februar an für 3 Monate Test Zeit als Zeichnungslehrer im APC wirken dürfe. Er strahlte und dankte:" Er werde sich nun verändern und mit strenger Disziplin unterrichten."
Und heute war er nicht mehr zu erkennen. Ein Mann in lackblauen Schuhen, schwarzen Socken, die unter der zu kurzen knallgelben Hose hervorleuchteten und sich in der schwarzen grossen Sonnenbrille wiederspiegelten. In seinem hellblau und weiss gestreiften Hemd gab er mir den Eindruck eines Clowns.
Falls er Unterrichtsdisziplin mit farbenfroher Kleidung verwechselt, dann ist er wirklich ein Clown. Afrika ist einfach anders!
Und heute war er nicht mehr zu erkennen. Ein Mann in lackblauen Schuhen, schwarzen Socken, die unter der zu kurzen knallgelben Hose hervorleuchteten und sich in der schwarzen grossen Sonnenbrille wiederspiegelten. In seinem hellblau und weiss gestreiften Hemd gab er mir den Eindruck eines Clowns.
Falls er Unterrichtsdisziplin mit farbenfroher Kleidung verwechselt, dann ist er wirklich ein Clown. Afrika ist einfach anders!
Dienstag, 3. Februar 2015
Ist das meine rechte oder linke Hand?
"Den Cellobogen hält man mit der rechten Hand", sagt Silja, unsere Volontärin aus der Schweiz, doch nach dem drauf folgenden "Yes, teacher," hält der Junge den Bogen trotzdem links, und ein Mädchen fragt, welches denn seine rechte Hand sei. Nun bleibt Silja nicht anderes übrig, als direkten Körperkontakt mit den Lernenden aufzunehmen, ihre Hände zu packen, um erfolgreich den Anfang zu meistern. Spiegelbildlich sehen geht hier nicht, man muss handgreiflich zupacken. Das haben die Kinder auch gerne und lernen schneller als durch lange Erklärungen.
Vor einigen Jahren ermahnte mich eine Volontärin aus der Schweiz, dass ich dem Guitarrenlehrer nicht mehr erlauben darf, sich auf denselben Stuhl des Kindes zu setzen und die Arme der Lernenden anzufassen; das sei in der Schweiz schon längst verboten. Hätte ich diesen Rat befolgt, könnte heute noch niemand im APC ein Saiteninstrument spielen.
Vor einigen Jahren ermahnte mich eine Volontärin aus der Schweiz, dass ich dem Guitarrenlehrer nicht mehr erlauben darf, sich auf denselben Stuhl des Kindes zu setzen und die Arme der Lernenden anzufassen; das sei in der Schweiz schon längst verboten. Hätte ich diesen Rat befolgt, könnte heute noch niemand im APC ein Saiteninstrument spielen.
Sonntag, 1. Februar 2015
Ein wenig Lohnaufbesserung, und schon....
erteilt Elifas konzentrierter seine Lektionen in Klarinette, trotz grosser Hitze
erzählt Gideon, dass ihm der Verkäufer im Laden gratuliert hätte, weil er selber die richtigen Steckdosen herstellt, welche in die neuen Wasserfilteranlagen passen, welche Süd Afrika mit falscher Planzeichnung geschickt hat. Gideon erzählt, dass er der beste Arbeiter im APC sei, trotzdem er keine Schule besuchte. Mit der Lohnaufbesserung werde er einmal in der Schweiz in einem Musikgeschäft an einem Workshop teilnehmen können, wo ihm das Reparieren von Oboen, Klarinetten und Saxophone beigebracht werde . Er installierte in einem Gymnasium eine Wasserfilteranlage, die das Dorf Mels gespendet hatte. Die Schulvorsteherin fragte ihn, wo er die Matura gemacht hätte." Im weissen Gymnasium", gab er lachend zurück, Man könnte ihm das glauben, würden ihn einige nicht schon kennen.--- Die Hauptsache, die Anlage funktioniert.
Und schon bekleidet sich der schwarze Zeichnungslehrer wieder in Schwarz, Er hattte von Lohnaufbesserung gehört.Und seine Schülerin Martha erschien sogar mit einer Krawatte. Als ich bemerkte, dass sie nicht übertreiben sollten, meinten sie, dass sie so besser als anständige Personen imAPC mit Respekt dastehen würden.
Was eine kleine Lohnaufbesserung bewirkt, ist.......
erzählt Gideon, dass ihm der Verkäufer im Laden gratuliert hätte, weil er selber die richtigen Steckdosen herstellt, welche in die neuen Wasserfilteranlagen passen, welche Süd Afrika mit falscher Planzeichnung geschickt hat. Gideon erzählt, dass er der beste Arbeiter im APC sei, trotzdem er keine Schule besuchte. Mit der Lohnaufbesserung werde er einmal in der Schweiz in einem Musikgeschäft an einem Workshop teilnehmen können, wo ihm das Reparieren von Oboen, Klarinetten und Saxophone beigebracht werde . Er installierte in einem Gymnasium eine Wasserfilteranlage, die das Dorf Mels gespendet hatte. Die Schulvorsteherin fragte ihn, wo er die Matura gemacht hätte." Im weissen Gymnasium", gab er lachend zurück, Man könnte ihm das glauben, würden ihn einige nicht schon kennen.--- Die Hauptsache, die Anlage funktioniert.
Und schon bekleidet sich der schwarze Zeichnungslehrer wieder in Schwarz, Er hattte von Lohnaufbesserung gehört.Und seine Schülerin Martha erschien sogar mit einer Krawatte. Als ich bemerkte, dass sie nicht übertreiben sollten, meinten sie, dass sie so besser als anständige Personen imAPC mit Respekt dastehen würden.
Was eine kleine Lohnaufbesserung bewirkt, ist.......
Abonnieren
Posts (Atom)