"Hier trinkt man das Coca Cola gratis".
Kürzlich sass ich wieder einmal auf dem Polizei-Posten, um einen Diebstahl anzumelden. Diesmal schrieb der Polizeibeamte recht schnell, ohne lange Rückfragen. Doch plötzlich stand er auf und bat mich, eine kleine Weile zu warten. Da rannten alle Beamten hinaus, und kurz danach heulte das Blaulicht. Ein Unfall, so dachte ich. Aber warum rennen so viele Polizisten weg. Ich blieb allein zurück und hinter mir diejenigen hinter den Eisengittern. Nach einer Stunde Wartezeit ging mir die Geduld aus. Ich schrieb für den Polizisten selber den Bericht fertig, unterschrieb und ging. Zu Hause vernahm ich vom Nachbarn, dass ein grosser Lastwagen mit einem Doppelanhänger die Kurve auf dem Hügel vor Tsumeb verpasste und den Hang hinunter rollte. Nach ungeschriebenem Gesetz darf der Fahrer bei einem Unfall nichts von den Gütern zu sich nehmen, doch die Anwohner dürfen kommen und das ausgeleerte Material nach Hause nehmen. Da wurde mir klar, weshalb der Polizeiraum so plötzlich leer wurde. Nun waren die Kühlschränke der Polizisten voll von Cola Flaschen. Einer brachte mir zum Dank fürs Fertgschreiben des Protokolls 2 grosse Cola Flaschen. Und gierig tranken hier meine Harfenmädchen ihr Lieblingsgetränk hinunter.
Donnerstag, 11. September 2014
Dienstag, 9. September 2014
APC, eine Oase in der Wüste
Am letzten Samstag Abend wurde ein 19 Jähriger von seinem Freund niedergestochen. Ein Polizist wurde zusammengehauen, weil er einen dubiosen Nacht-Club zur Nachtruhe aufforderte. Der Freund von Gideon, der bei einem Farmer "taglöhnte" und etwas Geld in der Tasche heimtragen wollte, wurde von einer Gruppe Betrunkener beraubt und zu Tode geprügelt. Für die Mädchen ist es besonders gefährlich, alleine ins Blechhüttenviertel zurück zu kehren.
Das sind tägliche Nachrichten aus Tsumeb.
Je mehr Schreckliches in den Wohnvierten passiert, desto mehr wird das APC für viele ein sicherer Ort, wo ein froher und kreativer Geist herrscht, und wo niemand vor dem andern Angst haben muss. Am liebsten spielen die Jugendlichen Im Orchester, wo sie zusammen spielen können und sich dabei als eine Einheit fühlen. In den ausgiebigen Pausen erzählen sie einander Geschichten.
Heute besuchte uns eine Touristengruppe aus Berlin, welche den Marimba Klängen zuhörte und am Schluss bemerkte, dass wir hier ein Paradies haben.
"Ja, die Kinder und Jugendlichen fühlen sich hier wohl und sicher."
Das sind tägliche Nachrichten aus Tsumeb.
Je mehr Schreckliches in den Wohnvierten passiert, desto mehr wird das APC für viele ein sicherer Ort, wo ein froher und kreativer Geist herrscht, und wo niemand vor dem andern Angst haben muss. Am liebsten spielen die Jugendlichen Im Orchester, wo sie zusammen spielen können und sich dabei als eine Einheit fühlen. In den ausgiebigen Pausen erzählen sie einander Geschichten.
Heute besuchte uns eine Touristengruppe aus Berlin, welche den Marimba Klängen zuhörte und am Schluss bemerkte, dass wir hier ein Paradies haben.
"Ja, die Kinder und Jugendlichen fühlen sich hier wohl und sicher."
Sonntag, 7. September 2014
Neuanfang
Der Schweizer Musiker Peter Leu ist erst seit einer Woche hier und hat schon die Herzen der Lehrer und Lehrerinnen gewonnen. Er bildet sie täglich weiter in Theorie, Komposition, Klavier aus und nimmt sich zudem noch die Zeit, viele Kinder in Klavier und Keyboard zu unterrichten.
Letzten Montag nach den Ferien flockten die Kinder gruppenweise ins APC. " Für so viele Kinder haben wir keine Lehrer mehr!" dachte ich. Jede Hütte war voll besetzt. Sogar beim Bass, der sonst nicht so begehrt war, standen Jugendliche und baten um Spiel-Instruktionen.
Letzten Montag nach den Ferien flockten die Kinder gruppenweise ins APC. " Für so viele Kinder haben wir keine Lehrer mehr!" dachte ich. Jede Hütte war voll besetzt. Sogar beim Bass, der sonst nicht so begehrt war, standen Jugendliche und baten um Spiel-Instruktionen.
Mittwoch, 3. September 2014
"Wir Kinder vom APC sind anders"
"Wir Kinder vom APC sind einfach anders als die andern in der Schule und in der Stadt. Wir lernen den ganzen Tag: Morgens früh bis mittags in der Schule, von 14°° an bis abends im APC noch andere Fächer als nur jene in der Schule; und dann kommt dazu, dass die vielen Freiwilligen aus den verschiedensten Ländern uns mit ihren Ideen und der Andersartigkeit bereichern; darum werden wir auf der Strasse, in der Schule und auch zu Hause immer wieder bewundert." Das war das Ergebnis der heutigen Diskussion mit Kindern und Lehrern vom APC in der Mittagspause.
Der Trompetenlehrer erzählte: Er sei von seinem Nachbarn gefragt worden, warum er immer so fröhlich sei, auch wenn er ja nur einen ganz kleinen Lohn habe. Dann hätte er stolz zurückgegeben:
Poor in pocket, but rich in mind (Arm im Beutel, aber reich im Geist).
Der Trompetenlehrer erzählte: Er sei von seinem Nachbarn gefragt worden, warum er immer so fröhlich sei, auch wenn er ja nur einen ganz kleinen Lohn habe. Dann hätte er stolz zurückgegeben:
Poor in pocket, but rich in mind (Arm im Beutel, aber reich im Geist).
Sonntag, 31. August 2014
Peter Leu ist angekommen
Peter Leu, der Mann in der Mitte, ist gerade in dieser Mitternacht mit dem Inter-Cape Bus angekommen. Das ist jeweils für mich ein spannender Abend, wenn die freiwilligen Helfer und Helferinnen fürs APC ankommen; denn dieser Bus, der von Cape Town zu den Victoria Fällen fährt, sollte nach Plan um Mitternacht in Tsumeb halten; dem ist meistens nicht so. Entweder kommt er zu früh oder zu spät, manchmal bis zu 2 Stunden mit Verspätung. Dann habe ich Zeit, über den Freiwilligen nachzudenken: Wie mag er wohl aussehen, hoffentlich gefällt es ihm, wie wird er die Arbeit im APC angehen etc..
Donnerstag, 28. August 2014
Judith Waldschütz
Judith Waldschütz, die 7. im Bund der APC Freiwilligen, wird am 21. September von Wien her in Namibia eintreffen. Welch ein Glück, so eine hochkarätige Musikerin für längere Zeit im APC als Lehrerin erleben zu dürfen.
Mittwoch, 27. August 2014
APC erfährt eine lernintensive Zeit
Oskar Schulheiss bringt Elifas, den Klarinettenlehrer auf den höchsten Grad, den das APC je geben konnte. Alle seine Schüler sind nun fähig, aus alten Sax-Blättern neue für die Klarinetten herzustellen, ganz afrikanisch!
Peter Leu, der zur Zeit noch die Leuen in der Etosha erlebt, wird Musiktheory, Komposition, Klavier und Keyboard unterrichten. Er ist Dozent für Theory an der Uni Luzern und Organist in Schaffhausen. Nun setzt er seine Auszeit im APC ein.
Im September wird Gwenn Rossbacher bis Weihnachten Ausdruckstanz unterrichten und gleichzeitig eine Nachfolgerin trainieren
Eine Artistin aus Südafrika Amanda wird so lange die Artsklassen weiterführen, bis die Kupferschmelze sagt, dass ihr Mann seine spezielle Tätigkeit als "Luftreinhalter" in Tsumeb zu Ende gebracht hat. Dann müsste sie leider wieder nach Süd Afrika zurückkehren.
Wann die Geigerin Johanna Moll aus Feldkirch eintreffen wird, ist noch unklar.
Während der Schweizer Oktober Schulferien wird Nicola Hanck die Harfenengel im APC weiter unterrichten.
Peter Leu, der zur Zeit noch die Leuen in der Etosha erlebt, wird Musiktheory, Komposition, Klavier und Keyboard unterrichten. Er ist Dozent für Theory an der Uni Luzern und Organist in Schaffhausen. Nun setzt er seine Auszeit im APC ein.
Im September wird Gwenn Rossbacher bis Weihnachten Ausdruckstanz unterrichten und gleichzeitig eine Nachfolgerin trainieren
Eine Artistin aus Südafrika Amanda wird so lange die Artsklassen weiterführen, bis die Kupferschmelze sagt, dass ihr Mann seine spezielle Tätigkeit als "Luftreinhalter" in Tsumeb zu Ende gebracht hat. Dann müsste sie leider wieder nach Süd Afrika zurückkehren.
Wann die Geigerin Johanna Moll aus Feldkirch eintreffen wird, ist noch unklar.
Während der Schweizer Oktober Schulferien wird Nicola Hanck die Harfenengel im APC weiter unterrichten.
Abonnieren
Posts (Atom)