Montag, 14. Oktober 2013

"Ich will keinen Freund mehr, nur noch einen Vater"

Ruedi als Vater:
Die junge Dame an seiner Seite wurde vor einem Jahr von ihrem Fraund durch den Hals geschossen, weil sie angeblich einen andern Freund wollte. Das ist hier fast alltäglich, dass die Mädchen, welche dem Freund die Treue kündigen, einfach kutz umgebracht werden. Diese Dame hatte Glück; denn die Kugel traf nur die Stimmbänder, die Speise-und Luftröhre, doch nicht die Wirbelknochen. Und so wurde sie während langen Monaten von guten Ärzten wieder hergestellt. Sie ist sehr ruhig, steht anscheinend immer noch unter Schock. Doch einen Freund brauche sie ihr Leben lang nicht mehr, nur noch einen Vater. Mehr als die Hälfte unserer APC Schüler-und Schülerinnen kennen keine Väter. Das ist sehr bedenklich. Frage ich einmal ein Kind nach dem Namen des Vaters, kommt meistens nur die Antwort: Ich kenne keinen Vater.!

Man sieht: Er kann nur aus Basel kommen

Ruedi Linder (rechts) aus Basel unterrichtet während eines Monates als Volontär im APC Tsumeb die Trompete. Am letzten Samstag gaben wir ein Konzert auf der APC Bühne. Normalerweise legten die Spieler immer sehr viel Wert auf offizielle Bekleidung in Weiss in Schwarz.
Erstaunt waren die Zuschauer, diesmal die Brassband in einer Art Fasching-Kleidung zu sehen. Vermutlich übernehmen die Jungen nicht nur die schönen Klänge von Rudi, sondern auch die farbenfrohe Bekleidung des Morgenstreiches.
So trugen die Burschen die alten Tanzhosen der Mädchen und waren dabei sehr ernst.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Wertvolle Hilfe

Felizitas Hofmann versteht es, mit ihren Geschichten und Erzählungen die Kleinen der Pre-Primary Music Education voll in Bann zu ziehen.
Ich bin sehr froh, für die beiden jungen Lehrerinnen Kathrin und Rauna endlich so eine Kapazität wie Felizitas für einige Wochen als Ausbildnerin hier zu haben.
Daneben nimmt sie sich auch viel Zeit für die andern Lehrerinnen und Lehrer, die persönliche Hilfe benötigen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Ruedi Linder voll im Einsatz

Unermüdlich in der zur Zeit grossen Hitze unterrichtet Rudi Linder aus Basel, der kürzlich hier angekommen ist, die Brassinstrumente, während die Kinder und Jugendlichen ihm aufmerksam zuhören und viel lernen wollen.
Am Schluss einer Lektion bemerkte ein Bub:"That was a very nice lesson!"

Sonntag, 6. Oktober 2013

Neue Hilfen

Die weisse Dame rechts, namens Felizitas Hofmann,ist Musik-und Dramalehrerin aus Gelsenkirchen Deutschland, und rechts davon Rudi Linder aus Basel. Er ist Brass-leader und zugleich Kunstmaler. Beide Menschen kommen freiwillig für je einen Monat ins APC helfen. Kaum sind sie hier, werden sie schon von unsern Lehrerinnen Priscilla und Rebekka herzlich begleitet.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Wer zahlt , befiehlt

Heute Mittag besuchte uns eine Familie aus Europa, die vor einigen Jahren einmal einem Touristen 3 Blockflöten für uns mitgegeben hatte. Die Familie wollte nun, dass die Kinder darauf etwas vorspielten, doch da es erst 12°°30 war, befanden sich die Kinder noch in der Schule. Auf meine Frage, ob sie am Nachmittag um 15°° nochmals kommen mögen, weil dann auch die Flötenlehrerin wieder anwesend sein wird, schüttelte der Mann den Kopf und fragte, und die Frau fragte, ob sie wenigsten die Flöten sehen könnte. Da ich nicht mehr wusste, welche Flöten damals geschenkt wurden, vetröstete ich diese Touristen nochmals auf den Nachmittag. Bis jetzt wurde englisch gesprochen. Nach einem längeren Schweigen murrte er auf deutsch, dass er da nie wieder etwas spenden werde, winkte energisch seinen Angehörigen, in den Hilux einzusteigen, und ohne ein Adiö  fuhren die Leute wieder weg.
Ich war froh, waren sie weg. Was hätten sie wohl gesagt, wenn sie die  bereits vom vielen Spielen abgeknabberten Flöten entdeckt hätten?

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Kommt, hier drinnen ist es schön


Das Mädchen hier links im Schatten rief den andern, die draussen sassen und aufs Heimgehen warteten,  herein zu kommen.
Drinnen am runden Tisch ist nun die Idee entstanden, ein String Ensemble zu gründen.
Und so holten heute alle ihre Geigen, Celli, Harfen und Violen herbei und spielten zuerst einmal ein Volkslied. Selma hatte sogar die Idee, dass sie die musikalische Leitung übernehmen möchte und teilte gleich Noten aus, welche bis zum nächsten Mal geübt werden müssen. Es waren 12 Mädchen, die mir nahe legten, ja keine Burschen zum Ensemble einzuladen; denn sie fühlten sich so viel freier. So entstand das erste Mädchenensemble.