Die Drillinge nehmen bei Nicola Hanck Hrfenstunden und kommen täglich zum Ueben.
Dieser Gegensatz: Ein so edles und teures Instrument auf der einen Seite, und auf der andern Seite die Armut der Kinder. Letzten Samstag fuhren wir die Mädchen nach dem Konzert nach "Hause" in eine alte Arbeiterbarake aus der Zeit, wo die Mine noch in Betrieb war. Hier wohnen die Mädchen zusammengepfercht mit einigen andern; da gibt es weder Wasser noch Strom noch genügend Matrazen zum Schlafen. Oft gibt es auch nichts zu essen.
Die Mutter starb bei der Geburt. Eine grössere Schwester macht den Haushalt. Die Nahrungsmittel Maismehl, Oel, Kaffe und Zucker erhalten sie von Schwester Leoni, welche hier in der Nähe ein Labor und eine Suppenküche für die Hinterbliebenen der an AIDS Verstorbenen betreibt. Eine Schwester aus dem Lichtenstein, die schon seit vielen Jahren ihre Pension geniessen könnte, lebt mit 4 Mitschwestern aus Afrika hier in einer Gemeinschaft, die mit dem Pensionsgeld von Leoni dieses wertvolle Projekt durchführen.
Eine Flötenklasse aus Affoltern am Albis (CH) gab ein Strassenkonzert, um aus dem Erlös dieser Drillingen ein schönes Kleid zu kaufen.
Montag, 17. September 2012
Abschied von Oskar Schultheis
Der Frühpensionierte Klarinettist Oskar Shultheis aus Deutschland hat nun 2 Monate im APC sein Bestes gegeben und seinen Studenten sehr viel an Können beigebracht. Stolz blasen sie alle, weil es ihnen gelingt, so leicht und fliessend spielen zu können; und nicht zuletzt wegen ihren neuen, eleganten Anzügen, welche sie von Pierre Contoli erhielten.
Die Zuschauer sind erstaunt über die plötzlich so eleganten Herren auf der Bühne.
Leider fliegt Oskar am Montag wieder heim. Wir werden ihn alle vermissen, sogar jene Lausbuben, die sich vor den Lektionen ab und zu in den Büschen versteckten.
Doch er wird nächstes Jahr wieder kommen.
Auch Selma trägt diesen Abend beim Vortragen eines Solo Harfenstückes so einen eleganten Anzug. Auch wenn es einHerrentschopen ist, fühlt sie sich elegant und besonders.
Selma hat kürzlich ihren 20 Geburtstag gefeiert. Mit 5 Jahren hatte sie im APC mit Geigenunterricht bei mir genommen. Heute spielt sie im APC Tsumeb die 1. Geige und unterrichtet Querflöte , Piano und Violine. Vor etwa 7 Monaten hat sie mit dem Harfenspiel begonnen. Wer bei Nicola Hanck, die zur Zeit im APC als Voluntärin unterrichtet, Harfe lernen darf, bringt es natürlich auch sehr schnell weit. Nicola, die mit höchstem pädagogischem Gschick die Jugendlichen so animieren kann, dass sie täglich zum ueben erscheinen, sollte man nicht mehr in die Schweiz zurückfliegen lassen.
Vielleicht hat die DEZA einmal eine gute Idee und wird Nicola in den näschsten Ferien ein Flugticket bezahlen. Das wäre doch, von mir aus gesehen, nachhaltige Entwicklungshilfe. Aber wer bringt das der DEZA bei?????
Die Zuschauer sind erstaunt über die plötzlich so eleganten Herren auf der Bühne.
Leider fliegt Oskar am Montag wieder heim. Wir werden ihn alle vermissen, sogar jene Lausbuben, die sich vor den Lektionen ab und zu in den Büschen versteckten.
Doch er wird nächstes Jahr wieder kommen.
Auch Selma trägt diesen Abend beim Vortragen eines Solo Harfenstückes so einen eleganten Anzug. Auch wenn es einHerrentschopen ist, fühlt sie sich elegant und besonders.
Selma hat kürzlich ihren 20 Geburtstag gefeiert. Mit 5 Jahren hatte sie im APC mit Geigenunterricht bei mir genommen. Heute spielt sie im APC Tsumeb die 1. Geige und unterrichtet Querflöte , Piano und Violine. Vor etwa 7 Monaten hat sie mit dem Harfenspiel begonnen. Wer bei Nicola Hanck, die zur Zeit im APC als Voluntärin unterrichtet, Harfe lernen darf, bringt es natürlich auch sehr schnell weit. Nicola, die mit höchstem pädagogischem Gschick die Jugendlichen so animieren kann, dass sie täglich zum ueben erscheinen, sollte man nicht mehr in die Schweiz zurückfliegen lassen.
Vielleicht hat die DEZA einmal eine gute Idee und wird Nicola in den näschsten Ferien ein Flugticket bezahlen. Das wäre doch, von mir aus gesehen, nachhaltige Entwicklungshilfe. Aber wer bringt das der DEZA bei?????
Sonntag, 16. September 2012
So mache ich nun eine "Falle"
Unser Dirigent, der 17 jährige Bongani, wurde letztes Jahr von einem, ausserhalb des APC durchgeführten Musikkurses nicht mehr gerne zugelassen, weil er angeblich lausige Klamotten im Konzertsaal getragen habe. (Er konnte sich nichts Besseres leisten). Aber gespielt hatte er wie ein grosser Künstler.
Und gestern, bevor er zum Dirigentenplatz stieg, flüsterte er mir zu, dass er jetzt jemand sei, so eine vornehme Kleidung hätte er noch nie getragen!
Dann winkte er mit grösstem Stolz dem Publikum zu. Es wurde geklatscht, und er glaubte, seine Kleidung würde
nun bejubelt; er strich stolz über seine Jacke. Doch das Publikum beklatschte sein Können.
Diese aus feinster Schurwolle gewobene Kleidung erhielt er vom leider verstorbenen Kulturvorsteher Pierre Contoli-Hidber aus Lugano.
Im Hintergrund kann man die Bläser ebenfalls in den schönsten Kleidungen von Pierre sehen.
Und gestern, bevor er zum Dirigentenplatz stieg, flüsterte er mir zu, dass er jetzt jemand sei, so eine vornehme Kleidung hätte er noch nie getragen!
Dann winkte er mit grösstem Stolz dem Publikum zu. Es wurde geklatscht, und er glaubte, seine Kleidung würde
nun bejubelt; er strich stolz über seine Jacke. Doch das Publikum beklatschte sein Können.
Diese aus feinster Schurwolle gewobene Kleidung erhielt er vom leider verstorbenen Kulturvorsteher Pierre Contoli-Hidber aus Lugano.
Im Hintergrund kann man die Bläser ebenfalls in den schönsten Kleidungen von Pierre sehen.
Sonntag, 9. September 2012
Fortzertzung; Superbühne
Warum hat das Farmerehepaar mir die Bühne zeigen wollen?
Am 3. Oktober wird dieses Theater in Tsumeb mit einem grossen Darstellungswettweberb eingeweiht, woran auch das APC teilnehmen wird Die Darbietungen werden Tanz, Comedien, Drama, einzelne Singers, Fashion shows, einzelne Musiker, Orchestras und Ensembles beinhalten. Also ein recht breites Angebot nicht nur aus Namibia, sondern aus den Nachbarländern wie Angola, Botswana und Südafrika.
Und ich sollte nebst 8 andern als Jury wirken. Das ist grossartig, vor allem wenn aus dem APC 5 Gruppen am Wettbewerb teilnehmen werden:
1. Die Harfengruppe von Nicola,
2. Das APC Orchester
3. Das APC Stringensemble
4. Die Marimba-Band mit den verschiedensten class.Instrumenten zusammen, und 5. Die Brassbald mit Oskar Shultheis.
Und das ganz grosse Angabot: Das APC wurde als erstes gefragt, dieses ganze Kulturhaus für 2 Millionen N$ zu kaufen. Leider hatte die Familie Hidber keine Jagdfarm, und die Familie Leu bloss eine Metzgerei.
Wer lange schon in Namibia lebt, weiss, warumm so etwas Grossartiges nur an Private oder gemeinnützige Institutionen verkauft werden kann.
Am 3. Oktober wird dieses Theater in Tsumeb mit einem grossen Darstellungswettweberb eingeweiht, woran auch das APC teilnehmen wird Die Darbietungen werden Tanz, Comedien, Drama, einzelne Singers, Fashion shows, einzelne Musiker, Orchestras und Ensembles beinhalten. Also ein recht breites Angebot nicht nur aus Namibia, sondern aus den Nachbarländern wie Angola, Botswana und Südafrika.
Und ich sollte nebst 8 andern als Jury wirken. Das ist grossartig, vor allem wenn aus dem APC 5 Gruppen am Wettbewerb teilnehmen werden:
1. Die Harfengruppe von Nicola,
2. Das APC Orchester
3. Das APC Stringensemble
4. Die Marimba-Band mit den verschiedensten class.Instrumenten zusammen, und 5. Die Brassbald mit Oskar Shultheis.
Und das ganz grosse Angabot: Das APC wurde als erstes gefragt, dieses ganze Kulturhaus für 2 Millionen N$ zu kaufen. Leider hatte die Familie Hidber keine Jagdfarm, und die Familie Leu bloss eine Metzgerei.
Wer lange schon in Namibia lebt, weiss, warumm so etwas Grossartiges nur an Private oder gemeinnützige Institutionen verkauft werden kann.
Freitag, 7. September 2012
Neues Angebot
Damals, als noch die Mine in Tsumeb für Tausende Arbeit hatte, konnten sich die Leute ein Kino leisten.
Die Mine schloss 1996.
Die Reichen zogen weg, und die Zurückgebliebenen ohne Arbeit gingen nicht mehr ins Kino.
Der Saal verkam; und vor einigen Jahren brannte die Bühne nieder.
Das ist die Geschichte des riesengrossen Kinosaales von Tsumeb anno dazumal.
Vor einer Woche wurde ich von einem Farmerehepaar eingeladen, diesen Kinosaal zu betrachten.
Dieses Farmerehepaar wohnt 170 km von Tsumeb entfernt, wo es eine der berühmten Wildjagdfarmen besitzt. Weil es Kultur schätzt und dazu noch reich ist, wie viele solcher Jagdfarmer (ein Elefant kann schliesslich auf einer Auktion für 100000.- N$ versteigert werden) hat es von der Mine in Tsumeb diese Kino-Ruine aufgekauft und zu einem wunderschönen Kultursaal verwandelt: 540 gepolsterte Sitzplätze, feuerfeste, dekorative Wände, Klima-Anlage, optimale Akkustik, Lichtanlage, wie man sie nur in den teuersten Konzertsälen Europas antrifft, ebenso ein entsprechendes Soundsystem, Holzparkett-Bühne, grosse Umziehräume, Küchenanlage, einladende Eintrittshalle, und zu guter Letzt: Dieses Gebäude steht unter Denkmalschutz auf dem grossen Park mit den seltenen afrikanischen und auch geschützten Bäumen, gerade gegenüber des vielbesuchten Tsumeber Museums. Das Träumen hat bereits eingesetzt.
Warum hat das Ehepaar mich eingeladen, dieses Wunderding zu betrachten?
Die Fortsetzung folgt im nächsten Blog. Sie wird spannend...
Die Mine schloss 1996.
Die Reichen zogen weg, und die Zurückgebliebenen ohne Arbeit gingen nicht mehr ins Kino.
Der Saal verkam; und vor einigen Jahren brannte die Bühne nieder.
Das ist die Geschichte des riesengrossen Kinosaales von Tsumeb anno dazumal.
Vor einer Woche wurde ich von einem Farmerehepaar eingeladen, diesen Kinosaal zu betrachten.
Dieses Farmerehepaar wohnt 170 km von Tsumeb entfernt, wo es eine der berühmten Wildjagdfarmen besitzt. Weil es Kultur schätzt und dazu noch reich ist, wie viele solcher Jagdfarmer (ein Elefant kann schliesslich auf einer Auktion für 100000.- N$ versteigert werden) hat es von der Mine in Tsumeb diese Kino-Ruine aufgekauft und zu einem wunderschönen Kultursaal verwandelt: 540 gepolsterte Sitzplätze, feuerfeste, dekorative Wände, Klima-Anlage, optimale Akkustik, Lichtanlage, wie man sie nur in den teuersten Konzertsälen Europas antrifft, ebenso ein entsprechendes Soundsystem, Holzparkett-Bühne, grosse Umziehräume, Küchenanlage, einladende Eintrittshalle, und zu guter Letzt: Dieses Gebäude steht unter Denkmalschutz auf dem grossen Park mit den seltenen afrikanischen und auch geschützten Bäumen, gerade gegenüber des vielbesuchten Tsumeber Museums. Das Träumen hat bereits eingesetzt.
Warum hat das Ehepaar mich eingeladen, dieses Wunderding zu betrachten?
Die Fortsetzung folgt im nächsten Blog. Sie wird spannend...
Sonntag, 2. September 2012
Weitere Bilder zur Ausstellung
Nicht in Wellblechhütten möchten die Schüler wohnen; sondern in Häusern wie dieses hier, am kühlen Wasser mit Ausblick, wo keine Mäuse und Schlangen in der Nacht auf Besuch kommen.
So haben viel Schüler für die Ausstellung ihre Bilder wie in einem Traum dargestellt.
So haben viel Schüler für die Ausstellung ihre Bilder wie in einem Traum dargestellt.
Die erste Ausstellung des APC beginnt in Windhoek
Die Ausstellung von Bildern des APC findet erstmals ausserhalb der eigenen Räume statt, und zwar im Warehouse in Windhoek, wo angeblich Hunderte von Touristen täglich ein und ausgehen
Das wäre eigentlich eine der besten Reklamen für uns.
Die meisten Bilder sind aus Altmaterial wie weggeworfenen Blechdosen entstanden, womit die Schüler ihre Homesituation und auch ihre Träume darstellten.
Morgen werde ich die Bilder nach Windhoek bringen.
Das wäre eigentlich eine der besten Reklamen für uns.
Die meisten Bilder sind aus Altmaterial wie weggeworfenen Blechdosen entstanden, womit die Schüler ihre Homesituation und auch ihre Träume darstellten.
Morgen werde ich die Bilder nach Windhoek bringen.
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