Donnerstag, 31. August 2017

Vom Lehrer-Beruf zum Bettler-Beruf gesunken

Damals vor 3 Jahren konnte ich noch in Ruhe meinen Beruf als Lehrerin (hier im Bild für Harfe) ausüben. Aber bald darauf war es dann zu Ende mit der Ruhe, und ich musste mich dem Bettelberuf hingeben. Das Geld schien jeden Monat knapper zu werden, was ich bei der Auszahlung der Löhne für die 24 Lehrer und Lehrerinnen bemerkte. Anstatt 50 minütige Lektionen dauerten die Stunden höchstens noch 10 Minuten; denn ich musste mich auf meine Bettelbriefe zwischendurch konzentrieren,  und die Kontrolle und Hilfe für die Lehrer überliess ich dem Schicksal. So begann ich zu betteln, zuerst beim Staat, der aber erklärte, dass da kein Geld mehr sei, dann bei Geschäften, Minen, Fabriken, Banken und auch Privat-Personen. Um die Kinder-und Lehrerzahl nicht beschränken zu müssen, braucht es mich als Bettler.


Schon weit voran gekommen

Am 21. Oktober geben diese beiden Schönheiten Katja und Karina aus dem APC im FNCC (Französisches Kulturzentrum) in Windhoek ein Harfenkonzert.
Sie haben die Schule noch nicht beendet, kommen aber täglich ins APC zum Üben . Diese beiden dürfen in eine gute Zukunft blicken, statt einmal betteln zu gehen.

Dienstag, 29. August 2017

Namibia ist eine Reise wert

Nun haben wir 2 Wochen Schulferien, auch das APC macht halb zu, und ich benutzte die Gelegenheit, mit einigen Lehrern einen Ausflug zu machen, einfach so etwas um Tsumeb herum, und was sahen wir?
Die Bilder erzählen es selber:






Und am Schluss gingen wir in meine Küche, um uns einen Kaffee zu kochen. Einer hatte die freche Idee, ohne zu fragen den Kühlschrank zu öffnen. Da schrie er: Auch hier noch Tiere!

Sonntag, 20. August 2017

Versuch, uns selber zu finanzieren

Die Gemeinde hat uns endlich einen Raum zur Verfügung gestellt, den wir in eine attraktive Galerie  umbauen, damit wir unsere Bilder und andere Handarbeiten wie kleine Schnitzereien und Schmuck hier ausstellen und zum Verkauf anbieten können.
In einer Woche sollte dieser Eingang zur Galerie fertig dekoriert sein. Einige Bilder und Halsketten wurden bereits bei der Einrichtung von Besuchern gekauft.

Freitag, 28. Juli 2017

Sehr hilfreiche Freiwillige im APC

Lia Anderfuhren aus der Schweiz hat sich mit ihrem Mann Andreas bereit erklärt, für 2 Monate als Musiklehrerin im APC zu betätigen. Mit grösster Geduld unterrichtet sie Erwachsene und Kinder in Keyboard und Klavier, während Andreas die fortgeschrittenen Geigenschüler und Schülerinnen übernommen hat. Noch selten war ich um Freiwillige so froh wie jetzt; denn die Geigenlehrerin Selma musste für ihr Weiterstudium für ein Quartal weg, und der einheimische Geigenlehrer war aus Wut abgehauen. Wie lange er wegbleiben wird, weiss ich ja nicht.

Ich schlage zurück

Ein einheimischer Touristenführer besuchte mit 5 Touristen aus Österreich einen Nationalpark im Norden Namibias. Als die Insassen ca.50 m entfernt einer vorbeigehenden Kolonne friedlicher Elefanten zusah, riss plötzlich eine Elefanten Kuh aus und rannte im Höllentempo auf das Auto zu, stach mit den Zähnen auf die Deckhaube ein und schleuderte das Auto zur Seite. In dieser Gegend wurden seit Januar 2017 über 100 Elefanten wegen der Stosszähne brutal gewildert. Die Hintermänner dieser gemeinen Wilderei von Elefanten, Löwen und Rhinos sind meistens Chinesen.
Die Natur schlägt zurück; in diesem Falle hat es leider die falschen Menschen getroffen. Aber wie sollen nun die Elefanten, Löwen und Rhinos nach China rennen, um am richtigen Ort zurück zu schlagen? Leider trifft es bei der Rache oft die falschen Menschen und Gegenden.

Dienstag, 25. Juli 2017

Der wichtigste Mann der Welt

Ein grosser, aufrecht gehender älterer Mann aus Durban erschien im APC und wollte wissen, wie viele Klaviere es in Tsumeb gäbe, die gestimmt werden sollten. Zu seiner Enttäuschung besitzen wir im APC nur Electro-Pianos. Doch in einigen Farmen, reichen Familien und in einem Gymnasium gibt es  Klaviere.
Er erzählte uns viel Interessantes von seinem Leben als Klavierstimmer im südlichen Afrika und erwähnte, wie wichtig seine Arbeit sei; denn ohne gestimmte Saiten gäbe es keine gemeinsame Harmonie. Als ich ihn fragte, ob er vom Klavierstimmen allein genügend Geld verdiene, um überleben zu können, bejahte er und fügte bei, dass leider nicht alle Kunden bezahlten. Die reiche Familie, die ihn vor einem Monat kommen liess, um ihr total verstimmtes Klavier stimmen zu lassen, hätte ihm gar nichts bezahlt und ihn mit allen möglichen Ausreden weiter geschickt. Er wollte keinen Streit und ging. Doch kurz darauf kaufte diese Familie für ihren teuren Wagen 2 neue Vorderreifen. Beim Sonntags Ausflug platzte ein Reifen, und der Wagen überschlug sich.
"So kommt alles wieder zurück, was man im Leben tut, Böses und Gutes, alles kommt doppelt und vermehrt zurück!" sagte er., und weiter erklärte er:
"Die Welt sei noch nicht in Ordnung; die Menschen seien noch nicht gestimmt, so gebe es keine Harmonie."