Sonntag, 14. April 2019

"Wenn die Sonne untergeht, holen wir sie wieder herauf"



In der Nacht vor dem Board Meeting und der anschliessenden Generalversammlung spielte eine unserer Marimba Gruppe für die Touristen im romantischen Kraal der Mokuti Lodge, wofür wir N$ 6000.- (450.-) Gewinn einnehmen konnten.
An der GV wurde der Nachfolgers des im letzten July verstorbenen Hans Leu, Dir. A. Neethling, einer der menschlichsten Businessmänner der Gegend,  einstimmig gewählt. Ich war sehr froh, dass er  dieser schwierigen Aufgabe zugesagt hat. Es ist ein Mann, der für geradlinige Geschäftstüchtigkeit und für soziale Verantwortung bekannt ist. "Wenn die Sonne untergeht, holen wir sie wieder herauf, " so war der Grundton des Bordes, und speziell der GV. Der Jugend darf nicht die Hoffnung genommen werden, nachdem das Hochgericht das Erbe von Hans Leu nur wegen eines Formfehlers als ungültig erklärt hatte.
Auch ich, die alte Dame rechts aussen im Bild, habe grosses Vertrauen in das gute Werk APC




Unsere APC Angestellten geben, was sie können


"Wir wollen das APC auf keinen Fall aufgeben", sagen unsere Angestellten, Lehrer wie Gärtner etc.
Hier im Bild ist bereits der Boden für einen APC Kiosk zementiert. Der muskulöse David muss von Andreas, dem Viola  Lehrer, mit Kraft am T-shirt zurückgehalten werden, um nicht auf die noch weiche Zementfläche zu stürzen und grobe Abdrücke zu hinterlassen.
Nun gilt es, einen kleinen Kredit zu erwerben, um weiter zu kommen im guten Willen, durch Verkauf von originellen Kioskwaren rentables Einkommen zu garantieren.
Einen guten Verkaufsschlager ist bereits garantiert: Bea Maritz aus der Schweiz hatte Geschichten von unseren  afrikanischen APC Kindern gesammelt und in einem Buch (Pudelundpinscher Verlag) diese Geschichten herausgegeben. Bea Maritz wird sie nächstens nach Namibia bringen.

Sonntag, 7. April 2019

"Wer arbeitet, soll auch dafür richtig bezahlt werden"


"Wear arbeitet, soll dafür auch richtig bezahlt werden ", das sagte an einem der letzten Board Meeting  der Nachfolger von Hans Leu, ohne zu wissen, dass unser Geld zu Ende geht.
Nachdem eine unserer Angestellten den ganzen Nachmittag sitzend an der Bühnenwand gelehnt und den lärmenden und streitenden Kindern zugesehen hatte, fragte ich sie, ob sie müde oder krank sei. Sie gab mir die enttäuschende Antwort, dass ich doch wissen sollte, was der Nachfolger von Hans Leu verlauten liess. Für dieses wenige Geld, das sie im März bekam, werde sie gewiss nicht mehr tun, als hier sitzen und zuschauen. Das hörte die junge Rosy und übernahm gleich die Rolle der herumsitzenden Frau. Rosy fragte mich höflich, ob sie von jetzt an mit diesen Kindern spielen dürfe; sie wolle kein Geld dafür, ihre Stiefmutter werde ohnehin für ihr Überleben sorgen. Weiter bemerkte sie, dass es für sie so oder so besser sei, so eine schöne Arbeit zu haben, als gelangweilt  zuhause herum zu sitzen. Hier eine der ersten Spielnachmittage von Rosy.  Die Kinder lieben sie, und sie hören gut auf sie.
Rosy hat einen Augenschaden, der mit einer Brille behoben werden könnte. Dazu reicht aber das Geld der Stiefmutter nicht. Mitte Monat wird meine AHV aus Genf eintreffen; dann werde ich ihr eine Brille bezahlen können.

Nachhaltige Entwicklung durch Freiwillige


Die Cellistin Michaela aus Wien ist an diesem Konzert nicht anwesend, wo 12 ihrer Schüler und Schülerinnen unter der Leitung eines 19 Jährigen, (ganz rechts im Bild) ein gefälliges Menuett ziemlich rein und zügig spielten. Für die Zuschauer war es ein Genuss, zu sehen , wie diese etwas lausbübische Bande in eine gute Disziplin hineintauchen konnte.
Mangels Cello Bögen konnten die andern 10 Schüler nicht mit dieser Bande, sondern erst anschliessend spielen. Auch diese Gruppe war hervorragend.
Michaela weilt zur Zeit mit ihrer Familie in den Ferien und wird anschliessend Workshops für Lehrer
vom APC und von Staatsschulen erteilen: " Wie kann der Unterricht so gestaltet werden, dass es den Lernenden und Lehrenden wirklich Spass macht ?"

Mittwoch, 3. April 2019

Das Tier spürt seinen Ursprung


Viele Leute sitzen um den Küchentisch, schwatzen und trinken dazu Kaffee. Plötzlich springt meine Katze auf den Tisch, stolziert um jede Kaffe Tasse und wirft dabei jedem einen abschätzigen Blick zu. Doch beim San legte sie sich auf die Kante nieder, schaute hingütig an, und die beiden schienen sich bestens zu verstehen. Alle hörten ihm zu, wie er mit der Katze lispelt.
Dann sagte er zu uns Anwesenden: Wir kennen die Sprache der Tiere; sie lieben uns, und deshalb töten wir sie nicht. Auch mit Löwen diskutieren wir. sogar mit Schlangen. Damals vor 70 Jahren wurden die San aus der Etoscha von den Deutschen vertrieben .
Die San möchten wieder in die Etoscha zurück. Ich denke, dass so eine Wiederansiedlung mit wenigen San die beste Methode wäre gegen die Wilderei.

Dienstag, 2. April 2019

Kommentare kann ich nicht beantworten

Jemand hat mich gefragt, warum ich nie die Kommentare auf meine Blogs erwidere. Meine Blogs geben keine Kommentare wieder. Vielleicht kann ich sie nicht öffnen, oder dieses Programm gibt keinen Platz dafür.
Deshalb bitte ich jene, die einen Kommentar auf meinen Blog jeweils abgeben möchten, ihn über die E-mail zu senden: artslis@mweb.com.na

Montag, 1. April 2019

Der chinesische Botschafter

Genau nach Mitternacht vom 01.April auf den 02. April erschien er wieder, diesmal mit vielen Bodyguards; alle lachten, übergaben mir einen Check: Anstelle der 50 Millionen erwarteten Namibian Dollars war geschrieben: Der erste April ist vorbei. Ich erwachte aus dem Traum, stand auf und schrieb 20 Adressen reicher Firmen auf Couverts, die ich morgen mit respektvollen Bettelbriefen füllen werde.
Das ist kein Scherz mehr, nur noch harte Nachtarbeit.