Samstag, 15. März 2014
Geniale Talente
Es entwickelt sich eine ganz neue Tanzart im APC. Hip Hop, Kwaito und Rap sind langsam verleidet. Die Kinder und Jugendlichen tanzen vermehrt Geschichten, wie hier: Der Grosse muss nicht meinen, dass er der Grösste sei; denn wir Kleinen verstehen es, ihn zu attackieren. Während der Grössere knietief tanzt, springt ein Jüngerer im Salto auf seine Schultern, und gleich bereitet sich ein noch Kleinerer auf einen Salto vor.
Und schon kann sich der Grosse mit diesem Gewicht nur noch schwer vorwärts bewegen. Die Musik dazu wird von Spielern selber gemacht.
Das "CD Bum Bum" ist langsam vorbei. Hier spielt einer auf dem Klavier, während ein anderer dazu trommelt. All das braucht vielmehr Übung, und diese Herausforderung macht ihnen auch mehr Freude.
Montag, 10. März 2014
Gebären und sterben geschieht so leicht in Afrika
Noch lachen diese Mädchen.
Aber wehe, wenn der Fahrer brüsk stoppen muss, oder wenn ein Betrunkener auf der falschen Fahrspur frontal in diesen Bakkie rast, dann lacht niemand mehr. Die Toten liegen auf der Strasse. Und jedes Wochenende berichten die Zeitungen von Ermordeten. Es sterben dauernd Leute. Bei einer so dünnen Einwohnerzahl von ca.2 Millionen in einem Staat, der fast 30 mal grösser als die Schweiz ist, müsste man glauben, dass Namibia bald aussterben wird.
Dem ist nicht so; denn es wird dauernd geboren; sogar Kinder gebären Kinder, einfach so gehen sie heute ins Spital, gebären, und am andern Tag sind sie schon wieder zu Hause. Je ärmer, umso schneller wachsen die Geburtszahlen.
Aber wehe, wenn der Fahrer brüsk stoppen muss, oder wenn ein Betrunkener auf der falschen Fahrspur frontal in diesen Bakkie rast, dann lacht niemand mehr. Die Toten liegen auf der Strasse. Und jedes Wochenende berichten die Zeitungen von Ermordeten. Es sterben dauernd Leute. Bei einer so dünnen Einwohnerzahl von ca.2 Millionen in einem Staat, der fast 30 mal grösser als die Schweiz ist, müsste man glauben, dass Namibia bald aussterben wird.
Dem ist nicht so; denn es wird dauernd geboren; sogar Kinder gebären Kinder, einfach so gehen sie heute ins Spital, gebären, und am andern Tag sind sie schon wieder zu Hause. Je ärmer, umso schneller wachsen die Geburtszahlen.
Samstag, 8. März 2014
Ein Korb voll Eier
Es gibt verschiedene freiwillige, die im APC helfen kommen: Einige sind sehr gut, behalten Nerven und Humor mit den Kindern und Jugendlichen. Die bringen die Schüler auch auf ein höheres Niveau. Daneben gibt es die konsumkranken und alles besser wissenden Freiwilligen aus Europa, noch nicht einmal 20. Diese sind verwohnt, stellen hohe Ansprüche, und wenn ich sie nicht mit Materiellem befriedigen kann, werden sie oft sehr frech, nicht nur gegen mich, sondern auch gegen die Einheimischen, und diese Schwarzen sind beschaät über ihre Kolleginnen Anstand bewegen wollen.
Das sind die faulen Eier im Korb, welche so stnken, dass ich sie am liebsten mit dem nächsten Flugzeug heim schicken möchte.
Da muss ich oft die Katze im Sack kaufen.
Das sind die faulen Eier im Korb, welche so stnken, dass ich sie am liebsten mit dem nächsten Flugzeug heim schicken möchte.
Da muss ich oft die Katze im Sack kaufen.
APC Otjiwarongo
Die Stadt Otjiwarongo ( ca.180 km von Tsumeb entfernt) hat nun die vom APC Tsumeb neu erstellten Marimben bekommen. Nun sollte dieses Instrument der Gemeine Vorgestellt werden. Dazu hat uns Hans Leu eingeladen, diese Marimben mit den besten Spielern vom APC Tsumeb vorzustellen.
Die Zuschauer waren hell begeistert, vor allem dann ,wenn sie sahen, dass diese afrikanischen Instrumente mit Cello, Guitarre , Trompete und Flöte begleitet wurden.
Das ist die beste Reklame für das APC Otjiwarongo, das sich OTAC nennt.
Die Zuschauer waren hell begeistert, vor allem dann ,wenn sie sahen, dass diese afrikanischen Instrumente mit Cello, Guitarre , Trompete und Flöte begleitet wurden.
Das ist die beste Reklame für das APC Otjiwarongo, das sich OTAC nennt.
Freitag, 7. März 2014
Überraschende Momente
Neben dem vielen Brutalen, von dem man täglich hört (sogar am Tag des nationalen Gebetstag gegen die Gewalt an Frauen und Kindern wurde eine Mutter vom Mann ermordet) gibt es auch viel Gutes und überraschend Schönes. Heute stürmten zwei junge Mädchen in mein Unterrichtszimmer und baten mich, ihnen zuzuhören; denn sie wollen mir ihr selbstgedichtetes Lied vorsingen. Während der kleine Junge, den ich gerade unterrichtete, verschiedene Chorde spielte, sangen die beiden Mädchen ein Lied mit voller Sehnsucht dazu. Es ging um Liebe und Enttäuschung. Am Schluss bedankten sie sich:"Endlich hat uns jemand zugehört."
Donnerstag, 6. März 2014
Ein absoluter Fehlschlag
Die reiche Regierung hat einen nationalen, obligatorischen Gebetstag gegen das Ermorden von Frauen und Kindern ausgerufen; denn fast täglich liest man in den Zeitungen, dass eine Freundin vom Freund niedergemetzelt wurde, dass dort ein Mädchen erwürgt wurde, dass eine Mutter erschossen wurde etc....
Hier wurde das APC aufgerufen, in einer Kundgebung mitzumachen und den Gebetsausrufer mit dem Piano zu untermalen. Während Stunden standen Kinder und Jugendliche auf dem Hof, mussten die Hände falten und Gott bitten, dass er die Gewalt der Männer stoppen muss.
Die Arbeitgeber wurden aufgefordert, im ganzen Land den Arbeitern frei zu geben, dass sie an solchen Versammlungen mitbeten sollten. So muss nun der Bankdirektor seine Arbeiter/innen zum Gebet aufs Feld schicken. Ich habe meinen Lehrern nicht frei gegeben, sondern sie aufgefordert, die Kinder besser zu erziehen; denn gute Erziehung sei Hilfe gegen die Gewalt.
Es ist schon so, dass z.B. eine Freundin vom Freund masslos viel Materielles verlangt. Und weil der Freund verliebt ist, gibt er, was er nur kann, in manchen Fällen sogar sein ganzes Erspartes; denn diese hübsche Freundin ist doch sein Besitz. Aber wenn er dann erfährt, dass diese seine Freundin hinter seinem Rücken mit einem andern Mann etwas abgemacht hat, fällt er in eine solche Wut, dass er sie einfach umbringt, und je nach Frustration, diese Freundin in Stücke zerhackt.
Hier wurde das APC aufgerufen, in einer Kundgebung mitzumachen und den Gebetsausrufer mit dem Piano zu untermalen. Während Stunden standen Kinder und Jugendliche auf dem Hof, mussten die Hände falten und Gott bitten, dass er die Gewalt der Männer stoppen muss.
Die Arbeitgeber wurden aufgefordert, im ganzen Land den Arbeitern frei zu geben, dass sie an solchen Versammlungen mitbeten sollten. So muss nun der Bankdirektor seine Arbeiter/innen zum Gebet aufs Feld schicken. Ich habe meinen Lehrern nicht frei gegeben, sondern sie aufgefordert, die Kinder besser zu erziehen; denn gute Erziehung sei Hilfe gegen die Gewalt.
Es ist schon so, dass z.B. eine Freundin vom Freund masslos viel Materielles verlangt. Und weil der Freund verliebt ist, gibt er, was er nur kann, in manchen Fällen sogar sein ganzes Erspartes; denn diese hübsche Freundin ist doch sein Besitz. Aber wenn er dann erfährt, dass diese seine Freundin hinter seinem Rücken mit einem andern Mann etwas abgemacht hat, fällt er in eine solche Wut, dass er sie einfach umbringt, und je nach Frustration, diese Freundin in Stücke zerhackt.
Mittwoch, 5. März 2014
Dunkelste Nächte werden "Alltag"
Am Sonntag in der Früh klopfte ein Lehrer vom APC an die Tür: "Ich brauche Deine Hilfe!" Aschgrau war sein Gesicht, als er erzählte , wie jemand in der Nacht die beiden Brüder seiner Frau mit einem Dolch niedermetzelte. Der Mörder rannte während Stunden der Hauptstrasse entlang, um mit Autostop zu fliehen, doch die Polizei war diesmal schneller. Nun hockt er hinter Gitter.
"Was soll ich denn da helfen?" wollte ich wissen. Der Lehrer flehte mich an, seine Frau, die zu Hause bewusstlos am Boden lag, ins Spital zu bringen.
In letzter Zeit häufen sich die Morde. Täglich muss man in den Zeitungen lesen, dass letzte Nacht wieder eine Person umgebracht wurde.
Früher las ich noch solche Berichte durch, doch heute überfliege ich sie ähnlich wie die Waschpulver Reklamen.
Der Präsident ruft nun den morgigen Tag zu einem nationalen Gebetstag gegen dieses brutale Morden
auf. Ob das wohl etwas bringt, fragen sich einige, die eher dafür stimmen, alle Trinkbuden zu schliessen.
"Was soll ich denn da helfen?" wollte ich wissen. Der Lehrer flehte mich an, seine Frau, die zu Hause bewusstlos am Boden lag, ins Spital zu bringen.
In letzter Zeit häufen sich die Morde. Täglich muss man in den Zeitungen lesen, dass letzte Nacht wieder eine Person umgebracht wurde.
Früher las ich noch solche Berichte durch, doch heute überfliege ich sie ähnlich wie die Waschpulver Reklamen.
Der Präsident ruft nun den morgigen Tag zu einem nationalen Gebetstag gegen dieses brutale Morden
auf. Ob das wohl etwas bringt, fragen sich einige, die eher dafür stimmen, alle Trinkbuden zu schliessen.
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