Montag, 27. Juni 2016

Konzertimpressionen

Ein Winterkonzert auf der Freiluftbühne im APC ist bei der ungewohnten tiefen Temperatur anstrengend. So ganz unerwartet voll war der Zuschauerraum nur selten. Es scheint, dass die APC Konzerte doch immer beliebter werden, auch wenn sie manchmal krumme und verstimmte Sachen bieten. Doch diese Nummer der 4 bis 6 Jährigem war diesmal der Hit. Die Marimben, die Ukulele Akkorde und die anderen rhythmischen Instrumente stimmten genau aufeinander. Leider aber versagten die Lehrer, die zusammen ein kleines Orchester  zu spielen versuchten, vor allem die Geigen tönten so falsch, und die Brass Band hätte besser nicht geblasen.
So ist das APC ein ständiges Auf und Ab; möchte aber doch noch sagen, dass die Kurve der Auf's zum Glück kontinuierlicher weiterläuft als die Ab's.

Morgen geht die Vernissage los

Heute in der Früh fuhren wir los nach Windhoek,um 60 Bilder, die der Zeichnungslehrer und einige Schüler erstellt haben, in der OMBA Galerie aufzuhängen.
Nach Kategorien, so hiess es, müssen wir sie aufhängen, was uns recht Schwierigkeiten bot; denn viele Bilder passten in verschiedene Kategorien.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Im Gefängnis

Self-detained (In Sich Selbst Gefangen)
Diese Gefangene geht am Montag mit vielen Bildern , die im APC gemalt wurden, in die OMBA Galerie in Windhoek in die Ausstellung. Diese Dame ist sehr speziell und doch so gewöhnlich; denn ihr Leben ist nur nach dem Geld ausgerichtet.
So sieht sie auch aus: Die Stiefel aus Münzen, die Hosen aus den namibianischen Hunderter Noten, der Jupes aus US Dollars, die Brüste aus den 50.- Schweizer Noten, das Gesicht aus vielen verschiedenen Geldscheinen, die Haare aus brasilianischen Perücken, die Unterhose aus chinesischem Geld etc.. und die Augen aus den südafrikanischen 10 Dollar Münzen, die Hände aus Gold mit schwarzen Fingernägeln. Alles nur aus Geld. So eine Person, die einen Mann wegen seines Geldes liebt oder ihren Beruf nach der Höhe des Lohnes wählt, die keine Bewegung ohne Bezahlung macht etc.. So eine Person ist nicht frei, wird enttäuscht vom Leben und ist in sich eine Gefangene.
Vielleicht kauft eine Bank diese Figur uns ab, oder noch besser das Erziehungsministerium........

Donnerstag, 16. Juni 2016

Tag des Afrikanischen Kindes

Hier sitzen einige der APC Kinder müde auf den Bänken; es ist etwas nach 17°°, die Sonne geht bereits unter, und die Temperatur sinkt in die Kälte. Die Kinder wollen das Brot nicht auf dem Heimweg essen, sondern noch im APC, wo sie heute einen schönen aktiven Tag erleben durften.
Einige der Schulen gaben den Kindern einfach frei, was bei der Regierung sehr schlecht ankam; denn was sollen die Kinder von einem freien Tag profitieren, wo sie weder etwas lernen noch etwas Schönes erleben dürfen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Schachspiel macht klug

Dank der grosszügigen Spende des sarganserländischen Kiwani-Vereins durch Thomas Dohr konnten wir die Schachfiguren aus Johannesburg bestellen.
Es sind starke, wetterfest Figuren, die nun täglich von Jugendlichen im APC bewegt werden.
Eine sehr gute Sache für hier, wo die Jugendlichen es sonst nicht gewohnt sind, zu überlegen und in die Zukunft zu schauen; doch hier beim Schach Spiel lernen sie dies.

Montag, 13. Juni 2016

Wohin mit den Trophäen?

Der metallene Safe, der für die Sicherheit der von Ignaz mitgebrachten Laptops und Tages Cash von den neuen Lehrlingen geschweisst wurde, dient als würdiges Gestell für die Trophäen, welche die besten unserer Spieler(innen) verdienten.
Es ist interessant, dass die betreffenden Gewinner jedesmal vor dem Heimgehen in das APC Büro kommen, um ihre Trophäe mit einem kurzen Blick zu würdigen. Sie wollen diese Dinger nicht heim nehmen; denn oft fehlen Schränke oder Gestelle, wo sie aufgestellt werden könnten. Und hier auf dem Safe sind sie sicher.

Das APC blüht

Der hohe Julipan Baum steigt höher und bringt immer mehr Blüten hervor.
So geschieht es in letzter Zeit mit dem APC. 2 oder 3 mal wöchentlich geben wir irgendwo im Land ein Konzert. Seit wir an der Touristen Messe in Windhoek während einer Woche täglich für einige Stunden gespielt und getanzt hatten, kommen viele Anfragen von Lodges, Gemeindehäusern und Hochzeiten, um deren Anlässe zu verschönern. Diesen Donnerstag sind wir eingeladen, um im Staatshaus bei einem wichtigen Empfang zu spielen. Das ist alles sehr gut; doch die Frage kommt schon langsam nach Ruhe auf, wenigstens für mich.