Heute wurde in Tsumeb ein Tag der SADEC Farmer durchgeführt, wozu das APC Orchester eingeladen wurde, zur Eröffnung Musik zu machen; denn der Agrikulturminister war dabei, und somit sollte der Tag sehr gut organisiert werden.
Es wurde wirklich an alles gedacht, sogar alle unsere 22 Spieler(innen) durften Mittag essen und am grossen Fleischbraii teilnehmen. Wir wurden auch eingeladen, auf einer Farm solche neuen Bewässerungssysteme anzuschauen.
Trophy gingen an die besten Farmer.
Da war etwas sehr iInteressantes gezeigt worden: Wie kann in Namibia weiterhin gut gefarmt werden,wenn dieses Jahr der Regen auch wieder ausfallen wird? Ein neues Bewässerungssystem wurde gezeigt, das nur noch 40% der früheren Wassermenge nötig hat, um in noch kürzerer Zeit als mit der traditionellen Bewässerungsmethode, beste Erträge zu erzielen.
Das war alles ganz interessant und gut; doch wie es oft so ist bei guten Tagen: Eine dumme Bemerkung kann die gut e Stimmung zerstören. So meinte einer unserer Klarinetten-Spieler, als wir vom Minister eingeladen wurden, im Vortragssaal Platz zu nehmen, dass er so etwas nicht hören wolle, schliesslich sei er ein Künstler.Da gab aber jemand rasch zurück: Er fresse ja ganz gerne diese Farmersprodukte.
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Sonntag, 27. Oktober 2013
Tödliche Langeweile
Sonntag Nachmittag : Schon seit einer Stunde sassen diese Buben in meinem Graten, als ich sah, wie sie sich langweilten, drückte ich ihnen ein Bilderbuch in die Hand. Sie blätterten es schnell durch, legten es hin und langweilten sich erneut.
Sie sind nicht gewohnt, sich selbst auf diese Weise zu beschäftigen. Hätte ich mit ihnen die Bilder kommentiert, wären sie dabei geblieben.
Doch dazu hatte ich keine Zeit.
Ich fragte sie, was sie am liebsten tun würden.
"Mit meinem Auto herumfahren oder Gitarre spielen". Nun musseten sie die Gitarren vom APC holen und hier im Schatten spielen.
So sah es dann aus: Zufriedene Gesichter, zumindest eine Stunde lang, auch wenn die Hitze
einen fast erdrückte.
Später schliefen sie dann auf dem Rasen ein, und ich konnte endlich in Ruhe meine Arbeit tun, wenigstens für kurze Zeit; denn das Läuten an der Haustür ging weiter.
Für mich gibt es hier nichts Schlimmeres, als gelangweilte Kinder herumsitzen zu sehen. Die Eltern kennen kaum das Spielen mit Kindern.
Sie sind nicht gewohnt, sich selbst auf diese Weise zu beschäftigen. Hätte ich mit ihnen die Bilder kommentiert, wären sie dabei geblieben.
Doch dazu hatte ich keine Zeit.
Ich fragte sie, was sie am liebsten tun würden.
"Mit meinem Auto herumfahren oder Gitarre spielen". Nun musseten sie die Gitarren vom APC holen und hier im Schatten spielen.
So sah es dann aus: Zufriedene Gesichter, zumindest eine Stunde lang, auch wenn die Hitze
einen fast erdrückte.
Später schliefen sie dann auf dem Rasen ein, und ich konnte endlich in Ruhe meine Arbeit tun, wenigstens für kurze Zeit; denn das Läuten an der Haustür ging weiter.
Für mich gibt es hier nichts Schlimmeres, als gelangweilte Kinder herumsitzen zu sehen. Die Eltern kennen kaum das Spielen mit Kindern.
Wert einer Hochzeit gemessen
Die APC Sekretärin erzählte stolz, wie hoch ihre Hochzeit eingeschätzt wurde:
12 Oxen
24 Ziegen
20 Hühner
wurden für ihr Fest geschlachtet.
Das ganze Dorf hatte teilgenommen:
Während einer Woche kehrten täglich Leute bei der Braut-Familie ein; eine Woche später bei der Bräutigam-Familie, um sich mit Fleisch, Hirsemuss und süssem Kartoffelsalat zu ernähren und den afrikanischen Jodel her zu trillern. Kind, Kegel und Hunde, welche sich dann am Samstag Abend am Zaun aufhielten, durften am Ende das Übriggebliebene essen.
Noch zu bemerken: Es wird das ganze Tier gegessen, auch die Füsse und der Kopf. Nur die Haut und die Knochen bleiben Abfall.
12 Oxen
24 Ziegen
20 Hühner
wurden für ihr Fest geschlachtet.
Das ganze Dorf hatte teilgenommen:
Während einer Woche kehrten täglich Leute bei der Braut-Familie ein; eine Woche später bei der Bräutigam-Familie, um sich mit Fleisch, Hirsemuss und süssem Kartoffelsalat zu ernähren und den afrikanischen Jodel her zu trillern. Kind, Kegel und Hunde, welche sich dann am Samstag Abend am Zaun aufhielten, durften am Ende das Übriggebliebene essen.
Noch zu bemerken: Es wird das ganze Tier gegessen, auch die Füsse und der Kopf. Nur die Haut und die Knochen bleiben Abfall.
Samstag, 26. Oktober 2013
Der Bräutigam empfängt die Braut im APC
Plötzlich erschien heute Nachmittag eine Hochzeitsgesellschaft im APC. Die Marimba Klänge auf der Bühne hatten wahrscheinlich den Bräutigam angelockt, der seine Braut hier empfangen möchte.
Die Hochzeitsfeier ist hier in Namibia sehr teuer, und viele Paare verschulden sich deswegen für Jahre. Der gesellschaftliche Druck, möglichst pompös zu heiraten, macht das Heiraten für arme Leute fast nicht mehr möglich. So hat man Kinder vor der Heirat, und wenn dann endlich Geld zusammengespart ist, wird geheiratet. Nur schon die vorgeschriebenen Kleider der Eingeladenen kostet ein Vermögen. Eine ganze Woche lang wird gefeiert, zuerst im Haus der Braut, dann im Haus des Bräutigams und schliesslich in einer Kirche und für die Fotosession wird ein schöner Platz gesucht, wie hier das APC.
Die Hochzeitsfeier ist hier in Namibia sehr teuer, und viele Paare verschulden sich deswegen für Jahre. Der gesellschaftliche Druck, möglichst pompös zu heiraten, macht das Heiraten für arme Leute fast nicht mehr möglich. So hat man Kinder vor der Heirat, und wenn dann endlich Geld zusammengespart ist, wird geheiratet. Nur schon die vorgeschriebenen Kleider der Eingeladenen kostet ein Vermögen. Eine ganze Woche lang wird gefeiert, zuerst im Haus der Braut, dann im Haus des Bräutigams und schliesslich in einer Kirche und für die Fotosession wird ein schöner Platz gesucht, wie hier das APC.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Neue Kreissägemaschine
Vorne rechts im Bild ist die neue Kreissäge zu erkennen, welche Wilfried Bertsch aus Österreich kürzlich installiert hat.
Kaum ging diese Nachricht durch Namibia, brachten gleich Jugendliche aus dem APC Oshikuku einige Marimben, um sie hier reparieren und neu intonieren zu lassen. Das war eine Herausforderung für die Lehrlinge im Workshop; doch dank der neuen Kreissäge mit Schutzvorrichtung dauerte die ganze Reparatur nur 2 Tage.
Herzlichen Dank an die Firma OMICRON aus Klaus (Vorarlberg), welche diese Maschine und Transport ermöglichte.
Kaum ging diese Nachricht durch Namibia, brachten gleich Jugendliche aus dem APC Oshikuku einige Marimben, um sie hier reparieren und neu intonieren zu lassen. Das war eine Herausforderung für die Lehrlinge im Workshop; doch dank der neuen Kreissäge mit Schutzvorrichtung dauerte die ganze Reparatur nur 2 Tage.
Herzlichen Dank an die Firma OMICRON aus Klaus (Vorarlberg), welche diese Maschine und Transport ermöglichte.
Altes Instrument blüht wieder auf
Die 11 jährige Jennifer, die in Harfe bereits Grade 5 zu erreichen versucht, mag nicht den ganzen Nachmittag Harfe üben. Sie möchte unbedingt mit Oboe beginnen; denn diese Töne würden sie immer an Frösche erinnern. Frösche gelten hier viel: 1. Sie dienen als Nahrung; 2. wo Frösche quaken, gibt es auch Regen (heute fiel seit 9 Monaten der erste Regen) und 3. Mit Fröschen kann man einige Dollars verdienen, wenn man sie an der Strasse den Autofahrern verkauft.
Jennifer will in allen Ensembles mitspielen; denn dort, wo es keine Harfe braucht, werde sie den Froschton spielen, meint sie stolz.
Jennifer will in allen Ensembles mitspielen; denn dort, wo es keine Harfe braucht, werde sie den Froschton spielen, meint sie stolz.
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Neues String Ensemble
Das kleine String Ensemble hat endlich Form angenommen:
2 Harfen
3 Celli
3 Violen
3 Geigen
Erst einmal mit 11 Kindern, deren Ziel es ist, einmal im APC Orchester mitspielen zu können.
So übten wir heute Abend ein Stück aus den Noten, die Carla Kreis speziell für das APC Ensemble mitgebracht . Und nach mehrmaligem Wiederholen tönte die Musik so gut, dass die Kinder kaum mehr heimgehen wollten.
2 Harfen
3 Celli
3 Violen
3 Geigen
Erst einmal mit 11 Kindern, deren Ziel es ist, einmal im APC Orchester mitspielen zu können.
So übten wir heute Abend ein Stück aus den Noten, die Carla Kreis speziell für das APC Ensemble mitgebracht . Und nach mehrmaligem Wiederholen tönte die Musik so gut, dass die Kinder kaum mehr heimgehen wollten.
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