Samstag, 11. November 2017

Komm, ich will Dir's zeigen



Ein unheimlicher heisser Nachmittag.Ich musste mich zusammennehmen, um nicht während des Unterrichtens einzuschlafen. Tat es dann doch. Ich verliess den Raum, schob mich mühsam nach Hause, um mich mit einem starken Kaffee zu wecken. Das gelang, und als ich wieder im Harfen Raum war, sah ich überraschend, wie die Kinder einander konzentriert unterrichteten.
Das machen die Kinder hier sehr gerne: Sie zeigen einander, wie etwas geht, wie man richtig spielt und wie ein Instrument am Schluss zu reinigen ist. "Lehrerlis " spielen ist eine der Lieblingsbeschäftigung der Kinder hier.

Volontärinnen gehen und kommen
















Michaela Eyberg (rechts im Bild) hat nun für 3 Monate täglich Kinder und Jugendliche in Cello unterrichtet. Heute Abend führt sie mit ihren Schülern und Schülerinnen das Schlusskonzert auf.
Die Schüler/innen sind ziemlich traurig, weil die Lehrerin zurück nach Wien fliegen muss.
Eine Hoffnung bleibt: Hannah Ederle aus Feldkirch wird bitte Februar für 3 Monate die Celloschüler weiter unterrichten

Erste Zertifikate für die 5 Jährigen
















Eine Mutter überreicht 24 Kindern das erste Zertifikat für Grade 1 im Marimba-Flöte-oder Ukulele Spiel. Leider konnten wegen Informationsmangel nicht alle Kinder dabei sein.
Die Freude an einem solchen Papier war gross, ihre Augen strahlten wie bei den Kindern in Europa am Christbaum Licht.

Konzertnummer der 4 bis 6 Jährigen

















Mehr als ein Dutzend kleiner Kinder singen, spielen auf Marimben und zupfen dazu Ukulele. Die Zuschauer sind mäuschenstill und erfreuen sich am rhythmischen Zusammenspiel.
Wir haben im APC Pre-Primary music education (Frühmusikalische Erziehung) . Heute am Abendkonzert durften wir die Früchte dieser ganzjährigen Erziehung geniessen. Der Applaus war gross, als sich die Kleinen so diszipliniert benahmen und sich am Schluss gemeinsam verneigten.
Diese Kinder werden einmal ihr Leben meistern.

Afrika hat auch beste Seiten



Wir sind uns aus Zeitungsberichten gewöhnt, Kindergesichter mit grossen, versteinerten Augen und ausgemergelten Backenknochen zu sehen= nichts als Hunger und Elend.
Doch hier auf dem Foto singst ein einjähriges Mädchen aus Leibeskräften, als es die Klänge der Marimba hört. Es sieht gut ernährt und sehr fröhlich aus. Das war heute morgen im APC bei der Probe für das Abend-Konzert.  Seine Mutter sitzt daneben und hört freudig mit. Sie hat eben einen Lohn; sie unterrichtet als Hilfslehrerin in Flöte.

Sonntag, 5. November 2017

Peter Brunner im Rahmen

Peter Brunner aus der Schweiz ist heute  spät nach Mitternacht im Lehrer Haus angekommen. Er wird dem APC helfen; wird die Brass Band vortragswürdig entwickeln, und ich bin sicher, so ein sympathischer Mensch, der nicht aus dem Rahmen fällt,  wird  im APC, leider nicht sehr lange, sehr nützlich sein, und alle werden ihn nach seinem Einsatz vermissen. Das Bild spricht .

Freitag, 3. November 2017

Nun gehts wieder ans Verpacken

Es vergeht keine Woche mehr, ohne dass wir die Marimba und einige andere Instrumente verpacken, um irgendwo zu spielen. Diesmal geht es zum traditionellen Kupferfestival in der Minenstadt Tsumeb. Und immer die gleiche Überraschung bei den Zuschauern: Mit Lob werden die Spieler und Spielerinnen überhäuft. Und heute lobte ein Minister nach seiner Ansprache über die Reduzierung der Armut das APC besonders: "Wir sind stolz auf unser Jugendorchester , das mit so vielen Instrumenten unsere Meetings und Festivals bereichern."
Ja, das ist wirklich so: Wir bereichern , sind schon in ganz Namibia bekannt, und doch bleiben die Löhne unserer 24 Angestellten auf dem niedrigsten Niveau. Zum Glück besuchen uns täglich Touristen, welche uns meistens eine Spende hinterlassen, und die uns Mut zum Weiterspielen geben.