Dienstag, 17. Januar 2023
Sonntag, 1. Januar 2023
Wünsche für alle Blog Leser/innen
Man wünscht sich gegenseitig Glück, Erfolg, Gesundheit, Friede etc. für dieses Neue Jahr 2023.
All diese guten Wünsche bekam auch ich; aber von meiner Schwägerin Judith erhielt ich ganz unerwartet:
"Jeden Tag wünsche ich Dir eine kleine Freude!"
Dies hat mich sehr überrascht und auch stutzig gemacht; ich dachte nach, wie da täglich eine kleine Freude kommen kann.
DIESE TÄGLICHE KLEINEN FREUDEN MÜSSEN ALLE SELBER ERARBEITEN.
Und diese Kraft, um sich selber täglich eine kleine Freude zu geben, wünsche ich allen von Herzen.
Freitag, 30. Dezember 2022
Freiwillige Musiker/innen gesucht
Für das Jahr 2023 haben wir neue Ziele festgelegt:
Neben den offiziellen Fächern ( Violin, Flöten alter Art, Kalimba, Marimba, afrikanischer Tanz, Klarinette.Oboe, F-Horn, B-Horn, Trumpete, Viola, Trombone, klassische und akustische Guitarre, Piano, Keyboard, Cello, Ukulele, Harfe, Swahili-Sprache, Schulhilfe für schwache Schüler) werden wir die beiden neuen Fächer einführen:
1. Singen, das später sich zu einem APC Chor bildet und Teil des APC Orchesters wird.
2. Musiktherapie, die von der Schweizer Musikern Brigitta Hutter vor 2 Monaten eingeführt wurde. Das war leider nur ein kurzer Workshop, aber immerhin haben wir sehr gut verstanden, worum es geht. Die Aerzte, Krankenschwestern und Sozialarbeiter/innen sind sehr begeistert von diesem Projekt; denn es gibt gerade in Tsumeb zu viele Kinder, die wegen Misshandlung so eine Therapie nötig haben; Musiktherapie spricht hier sehr gut an.
Nicht nur für diese 2 wichtigen Fächer suchen wir Musiker/innen, auch fuer alle oben genannten.
Nähere Unterlagen und Informationen können über die folgende mail angefragt werden:
artslis@mweb.com.na oder unter apctsumeb@gmail.com
Donnerstag, 29. Dezember 2022
der Blitzschlag
Um Mitternacht rief mich der Nachtwächter an, mit meinem Nachbarn so schnell wie möglich ins APC zu kommen. Es donnerte und blitzte in einem fort. Wir rannten, und mein Nachbar Junias sagte, dass er etwas Angst habe; denn dies sei kein Spass. "Ich weiss nicht, ob der Nachtwächter in Gefahr ist, oder ob die Grasdächer brennen. Komm einfach!" Er darf sich doch nicht schwächer geben als eine ältere Dame. Plötzlich zeigte Junias in das Gebüsch am rechten Wegrand. Der Nachtwächter stand dort, in schwarzer Uniform und mit der tief herunter gezogenen Kappe kaum erkennbar. Er rannte hinter uns her, und vor dem APC Gate bat er uns, alle Sicherungen auszuschalten; denn er traue diesem starken Zucken der Blitze nicht. In Eile tasteten wir im Dunkeln nach den 3 Sicherungskasten. Zum Glück gaben uns die kurz aufeinander folgenden Blitze Licht, und somit konnten wir dies schnell erledigen. Der Nachtwächter begleitete uns zurück, weil es so viele streunenden Banden gibt. Plötzlich läutete sein übergrosses Walky- Talki, durch seine Hosentasche: Ein blendender Strahl und gleichzeitig ein Donner. Wir zitterten alle so, als wäre dieser Blitz durch unsere Körper gefetzt. Der Nachtwächter schloss die Augen, sein Gesicht wurde grau, und als er vorwärts zu fallen schien, wollte ich ihn aufhalten, aber er konnte sich selber aufrichten. Meine Hand, in der ich den grossen Schlüsselbund hielt, begann zu kräuseln, schnell warf ich ihn weit weg und schrie:"Lasst uns auf den Boden legen". Es zuckte und donnerte weiter. Ein Automotor war zu hören, und gleichzeitig prasselten schwere Tropfen nieder. Wir rollten uns zur Strassenseite; der Wagen hielt an und ein Polizist fragte, ob wir okay seien. Ich bat ihn, den Nachtwächter ins Spital zu bringen, da er vielleicht innere Verbrennungen vom Blitz bekommen habe. Doch der Nachtwächter winkte ab; denn es gehe ihm wieder gut, und als ich ihm die Bemerkung zurief, dass Gott ihn beschützt habe, begann er zu strahlen. Zwei leuchtend weisse Zahnreihen glänzten aus dem schwarzen Gesicht.
Sonntag, 25. Dezember 2022
Weihnachten in Tsumeb
Ronaldo. der grosse Geigenvirtuose, kam ins APC, als wir gerade die Instrumente für Strassenmusik bereit machten. Ronaldo erzählte, dass die ganze Stadt besoffen herumhängt; er könne das nicht ertragen und gehe wieder nach Otjiwarongo (180 km entfernt) zu seinem Onkel.
Ich brachte die Jugendlichen an einen etwas sicheren Ort, wo viele Leute vorbei laufen und den Spielern Münzen in den Geigenkasten werfen
Als ich an einem Bankautomaten etwas Geld herauslösen wollte, sah ich eine Lache Blut am Boden. Der Security guard empfahl mir, sofort weg zu gehen; denn eben sei ein Mann von einem Jugendlichen niedergestochen worden, weil er an das Geld heran kommen wollte.
Zuhause angelangt, erschien eine Frau, die meinen Küchentisch mit den feinsten Mangos belegte; sie wünschte mir eine schöne Weihnachten und bat um einen Kaffee. Nach der 1. Tasse wollte sie eine 2. und dann eine 3., die ich mit ihr teilte. Dem Gitarrenlehrer Junias, der zur Zeit bei mir wohnt, weil er aus seiner alten Wohnung hinaus geworfen wurde, empfahl ich, draussen das Feuer zu machen, um dieses Fleisch hier und einige Kartoffeln für 7 Personen zu braten. Das hörte die Kaffee Frau und rief Nein, nicht für 7, sondern für 8 Personen; denn sie esse gleich mit uns, es sei doch Weihnachten. Was konnte ich dagegen einwenden? Während ich Mangos genoss, begann die Frau ihre Geschichte zu erzählen:" Ich war Ärztin, zuletzt im namibianischen Flüchtlingslager in Angola. Nach dem Krieg kam ich in meine Geburtsstadt Tsumeb zurück und bewarb mich als Oberärztin im Staatshospital, und ich wurde aufgenommen. Nach einigen Monaten hiess es, dass wir Pflegepersonen alle gegen eine bestimmte Krankheit impfen mussten. Niemend wurde nach dieser Impfung krank, ausser ich. Ich sah und hörte plötzlich nichts mehr, taumelte herum, und ich dachte sofort, dass mich jemand umbringen wollte und fiel hin.
Nach einigen Wochen Spitalpflege erwachte ich, aber mein Gehirn funktionierte nicht mehr richig.
Ich musste meine Arbeit aufgeben und begann Früchte von meinen grossen Bäumen zu verkaufen."
Als ich nach dem Feuer draussen schauen wollte, sagte mir Junias, dass diese Frau im Spital aus Eifersucht verhext wurde. Junias, der immer etwas heimlich zuhörte, bestätigte die Wahrheit dieser Geschichte; die Frau kennen alle in Tsumeb. Tsumeb sei eine der kriminellsten Städte Namibias; ich wünschte, dass unser schönes APC in Otjiwarongo wäre. Da erklärte ich Junias, dass gerade Tsumeb das APC nötig habe; denn diese Stadt brauche Veränderung.
Während des Nachtessens erzählte uns die Frau, welche Früchte am meisten gegen diese und jene Krankheit dienen.
Nach Mitternacht fuhr ich sie nach Hause, wo uns ein junger Mann mürrisch empfing. Ich wünschte ihm frohe Weihnachten, aber er rief nur NEIN, denn er hätte sich Sorgen um seine Mutter gemacht. Dann solle er ihr doch ein Handy kaufen! Ich ging.
Freitag, 23. Dezember 2022
Musik hilft gegen schlechten Einfluss