Donnerstag, 16. Juli 2020

Der Schwung der Musik führt ins All


Hans Leu hat vor 2 Jahren, bevor er zum Sternenstaub zurückkehrte, noch das letzte APC Haus bezahlt, und einer unserer Zeichnungslehrer , Taleni, hat es mit der Sprache der Musik bemalt:
"Die Sprache der Musik ist die Sprache Gottes, der uns in die Schönheit des Weltalls führt,"
Taleni .
Taleni hat den 2. Preis des Diamantenschmuck -Wettbewerbes von de Beers gewonnen und konnte dadurch in Botswana und Süd Afrika Designing weiter studieren. Aber als er mit dem Studium zu Ende war, wollte er einfach wieder im APC Musik machen.Er unterrichtet Violine, Posaune, Marimba und Malen.

Freitag, 10. Juli 2020

Neue CD des APC

https://soundcloud.com/collectivenamibia/sets/masters-v3-melodies-from-the-heart-of-namibia/s-V1bTqIbMcYG

Wegen des Lockdowns sind die Grenzen zu Süd-Afrika und Namibia geschlossen, weswegen keine CD Hülle mit Beschreibung und Bildern zur Zeit nicht erhältlich sind .
Aber vielleicht gelingt es, den oberen Link zu öffnen.
Herzlichen Dank
Lis Hider

Donnerstag, 2. Juli 2020

Wer mit Leidenschaft was tut, erreicht sein Ziel


Ndatoolewe Kandjunguluume sitzt in meiner Küche mit einer noch nie dagewesener Zufriedenheit:
"I reached my goal (ich hab es geschafft!)"
2 Wochen lang hat sie den 3 tägigen Workshop für alle APC Lehrer/innen von Oshikuku und Tsumeb bis auf das letzte Detail vorbereitet und dann alleine durchgeführt. Das Thema, das sie wählte, hiess: "Wie kann eine Musik-oder Mallektion erfolgreich sein?"
Der Kurs hatte sie so interessant durchgeführt, dass es allen Lehrern und Lehrerinnen schwer fiel, voneinander Abschied zu nehmen. Das Essen, die Unterkunft und das Schlusskonzert waren für alle ein Highlight.
Trotz der Corona Restriktionen, einander nicht zu berühren, wurde sie von allen 35 Teilnehmern mit herzlicher Umarmung verabschiedet.
Als der Gärtner ihr spöttisch zurief, vorsichtig zu sein; denn Corona schleiche in der Welt herum, rief sie (übersetzt):
"Nein, das Leben steht diesmal auf unserer Seite!"

Alle Lehrer wollen und sollen auch Projekte während dieser langen Lockdown-zeit durchführen.


Mittwoch, 1. Juli 2020

"Dank der vielen alten Leute muss es der Schweiz gut gehen."


Dieses Mädchen hier bedauert, keine Grossmutter mehr zu haben. Dieser gelbe Pullover, den es hier den ganzen Winter durch trägt, ist nicht nur bewundernswert, sondern gibt auch schön warm in diesen kalten Nächten. Er wurde von einer älteren Frau in der Schweiz gestrickt.. Dieses Mädchen Martha wollte unbedingt wissen, wie man so schöne Kleider selber stricken kann. Ich zeigte ihm, wie dieses "Inäschtäche-Umeschlo-Usezühe-Abeloh" funktioniert, so wie ich es als Kind in der Schule in der CH gelernt hatte. Martha ist sehr eifrig und begreift alles sehr schnell- So strickt sie nicht nur für sich eine Halsschleife, sondern sammelt Strassenkinder, um ihnen dieses wertvolle Gut weiter zu geben.
Sie machen das gern.
Immer wieder erhalte ich aus dem Sarganserland Schachteln mit handgestrickten Pullovern, Socken und Wolldecken. Die Jugendlichen und Kinder staunen recht, wenn ich ihnen erzähle, dass diese Wollsachen von älteren Frauen gestrickt werden, um ihre Hände fit zu halten.
Hier in Namibia mangelt es an älteren Menschen, was die Jugend sehr beklagt. Die wenigen, die es hier gibt, haben zu viel zu tun: Auf dem Feld, das Kochen, die Kindererziehung etc..Sie sind sehr wertvoll und geschätzt. Der Lebensdurchschnitt ist hier etwa 28.
Als ich erzählte, dass sich der Lebensdurchschnitt in der CH etwas um die 65 bewegt, kamen sie aus dem Staunen kaum heraus und einer sagte, dann muss es den Schweizern sehr gut gehen; denn mit so vielen Grossmüttern kann den Kindern und der Jugend nichts fehlen. Auf die Frage, ob die alten Leute in der Schweiz auch etwas Geld von der Pension erhalten, antwortete ich: Jeder und jede bekommt Geld zum Überleben. Verhungern muss niemand. WOW, war unüberhörbar.

Zur Information: Die wenigen Jugendlichen im APC können von ihren Eltern erzählen; denn viele sind tot, die meisten Väter unbekannt, und oft sind die Mütter irgendwo auf der Suche nach Arbeit. Nur ganz wenige können sagen, dass sie bei ihren Eltern wohnen.