Dienstag, 27. Januar 2026

Bereits kleine Erfolge

 Nachdem wir in den meisten Schulen durch eine kurze, aber prägnante Performance mit Geige, Cello, Harfe, Bassgeige und Tanz und einer kurzen Erklärung, warum Musikerziehung heute Nummer 1 im Aufbau für eine bessere Welt ist, gegeben haben, kommen tatsächlich mehr Jugendliche und melden sich im APC Büro für Musiklektionen an.

Es sind einige darunter, die nur sehr leise sprechen, beinahe lispeln, weil sie sich ihrer Armut schämen. Ich sehe das an ihrer Bekleidung und ausgelatschte Platic-Schlappen und an der Frage: Ob sie die 100.-N$ auch an Ostern bezahlen können ( CHF 5.- ).


Montag, 19. Januar 2026

APC versucht den zerstörerischen Geist in Tsumeb auszutreiben

Wir beginnen mit den Kindern unser Vorhaben: Harmonische Musik macht zufrieden, beruhigt und redet in einer Sprachen, die alle verstehen. Diese Masse von Primarschülern hörten heute morgen um 07 Uhr sehr konzentriert und ruhig dieser klassischen Musik zu.
 
Schöne und harmonische Stimmung kam auf, und die Schulvorsteherin erklärte den Kindern, dass Schulbildung wichtig sei, aber noch lange nicht das Ende; es gäbe etwas, was die Menschheit viel stärker für die Liebe und den Frieden mache, nämlich diese Musik. So etwas hatte ich noch nie von einer Schulvorsteherin gehört. Sie selber spielt Trompete und hat sich im APC wieder eingeschrieben

Samstag, 17. Januar 2026

Sehr lukrativer Diebstahl

 Kupfer, das lukrative Diebesgut de Kriminellen, um schnell an Geld zu kommen,nimmt ständig zu.

Gestern Abend , bevor wir das APC schlossen, rannten Grace und Michael,  welche mit den Kindern die Ludothek führten, zu mir und meldeten mit Entsetzen, was sie eben entdeckt hatten: Die ganze Bühne ohne jegliche Kabel zu den Lampen, Schaltern und zu allen elektrischen Geräten! 

Ich holte die Polizei, welche mit dem Investigator die Aufnahmen aller vermissten Kabel und Kupferleitungen niederschrieben. Alle Lehrer fluchten über diese verdammten Kriminellen, denn ohne Bühnenlicht und ohne Mikrophon sind keine Konzerte mehr denkbar.

An den Schnittstellen der abgeschnittenen Kabeln konnte die Polizei feststellen, dass die Tat erst heute begangen ein musste. Doch von 8 Uhr morgens bis abends 18 Uhr waren viele Kinder und Jugendlichen beim musizieren, tanzen und spielen. Das hätte doch sicher jemand gesehen, speziell das Absägen der Kupferleitungen, welche das Wasser zu den Notfall-Sprinklern bei einem Feuerausbruch auf die Grasdächern führt, hätte nicht ungesehen passieren können. 

Also wann?

Der Nachtwächter verlässt das APC um 7 Uhr in der Früh.

Die Untersuchungen laufen. Die Schrot-Händler wurden von der Polizei gewarnt, Kupfer von Kriminellen abzukaufen.

Angemalte Kupferrohre können nicht verkauft werden. So verbrachte ich heute mit 2 Jungen, alle sichtbaren Kupferleitungen um mein Haus anzumalen.

Montag, 12. Januar 2026

Resultat des an Weihnachten erteilten Workshop für Strassenkinder

 Heute hat der erste Schultag begonnen.

Einige Lehrer , die Sekretärin und ich sassen im APC Office und unterhielten uns über das jährliche Chaos der vielen Namensschilder der Kinder und Jugendlichen.

Da kam unerwartet ein strahlender Junge in neuen Schuhen, blauer Faltenhose und einem blendend weissen Hemd zur Tür herein. Laut sagte er DANKE für den Workshop über Weihnachten. Der strahlende Junge kam auf mich zu und umarmte mich. Konrad Bader, der hier aushalf und sich auch als Tourist betätigte, bezahlte ihm die Uniform, und so kann er nun eine Schule besuchen. Er entschied sich, auch Musik zu lernen. Morgen werde er wieder kommen. Dieser Edward sang seinen Namen, winkte fröhlich und ging. Hätte er nicht seinen Namen gesungen, hätte ich ihn kaum mehr erkannt. Er trug im Workshop T-shirt und Hose mit mehr Löchern als Stoff. Ich weiss, dass aus ihm etwas wird!

Anschliessend erschienen 3 Mädchen, ebenfalls vom Workshop, um sich für Musiklektionen anzumelden. Sie hatten noch andere Mädchen mitgebracht, die sich ebenfalls anmelden wollten. Wunderbar! Ich sass eine Weile mit ihnen zusammen, um sie etwas näher kennen zu lernen. Sie wohnen in Blechhütten, und eine Tante kocht für sie . Sie müssen sozialisiert werden. Ich erklärte, dass ich ihnen morgen ein Geschenk mitbringen werde. Sie hüpften vor Freude auf. 

UND ICH MÖCHTE EUCH ALLEN GANZ HERZLICH DANKEN, DIE MIR FINANZIELL GEHOLFEN HABEN, SO EINEN WORKSHOP FÜR STRASSENKINDER DURCHFÜHREN ZU KÖNNEN,

Donnerstag, 8. Januar 2026

Die Natur schlägt zurück

 Jetzt, wo ich schreibe, ist es so heiss, dass alles klebt, obwohl es schon eine Stunde über Mitternacht ist; und in Europa die Jahrhundert "Gfrörni", also sehr sehr kalt.

Zu lange haben wir Menschen die Natur verschandet und immer noch steigt die Gier nach noch mehr !

Mittwoch, 7. Januar 2026

Bebildern des Kulturmuseeums der Stadt Tsumeb


Am Eingang der Stadt, direkt rechts, befindet sich ein grosses attraktives Gebäude, das regionale Museum, speziell für Touristen ausgerüstet. Seit es von einer neuen Frau geleitet wird, beginnt mehr Leben. Da gibt es von jedem Stamm in Namibia das Haus mit dem eigenen Charakter des Stammes. Z.B. die Himba-Hütte, welche von Himbas bewohnt wird. Sie kochen ihre Mahlzeit für die Besucher, es gibt etwa 11 verschiedene Hütten mit den verschedenen typischen Mahlzeiten.
Eliasser und ich malen diese verschiedenen Hütten an die Vorderwand

 

Samstag, 3. Januar 2026

Früchte des Workshops für Strassenkinder

 Am Ende des Workshops sagte ich den Kindern und Jugendlichen, sich eine ganz bequeme Haltung einzunehmen. Die meisten legten ihr Gesicht dabei in den Ellbogen.

Dann nahm ich den Lautsprecher und liess von Beethoven die 6. Sinfony, dirigiert von Daniel Barenboim in der Proms von 2012 spielen. Am Ende dieser Musik sassen sie noch eine ganze Weile ruhig da. Ich spürte, dass diese Musik sie in eine schöne Welt versetzte. 

Als ich sie dann endlich gerade hinsetzen hiess, gab ich jedem einen Apfel,  sie schauten mich mit strahlenden Augen an, und bevor sie in den Apfel bissen, bedankten sie sich herzlich.

Ich liess sie schweigend essen. 

Am Schluss wollte ich. dass sie ihren Namen auf das Papier, das ich zirkulieren liess, aufschreiben, was aber nicht gelang; denn einige von ihnen besuchen keine Schule. So halfen sie einander. 

"Kommt alle in einer Woche wieder, Ihr werdet Musik lernen und dabei auch Euren Namen schreiben lernen."